Bericht der Gemeinderatssitzung vom 27.07.2026
Aus der Arbeit des Gemeinderates – Sitzung am 27.07.2026
Bürgerfragestunde
Bürgermeister Burgbacher begrüßte Herrn Tim Bockmüller, Vertreter des Bergfests auf dem Risiberg. Herr Bockmüller gab einen Rückblick auf das Festivaljahr 2025, das erstmals an zwei Tagen durchgeführt wurde, und stellte die ersten Neuerungen für die Veranstaltung im Jahr 2026 vor.
Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse im vergangenen Jahr war das Veranstaltungsgelände stark aufgeweicht und wurde durch den Einsatz schwerer Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Um dies künftig zu vermeiden, sollen bei der Veranstaltung 2026 Schwerlastmatten auf den Zufahrtswegen des Geländes ausgelegt werden.
Auch für 2027 laufen bereits Vorkehrungen. Dann feiert das Bergfest sein 5-jähriges.
Herr Bockmüller bedankte sich für die Möglichkeit, das Bergfest 2026 im Gemeinderat vorstellen zu dürfen. Im Anschluss verließ er den Sitzungssaal.
Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse
Bürgermeisterin Burgbacher gab folgende nicht-öffentlich gefassten Beschlüsse bekannt.
Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, im Schulgebäude einen zusätzlichen Ausweichraum zu schaffen sowie das Gebäude Probststraße 5 künftig vollständig für die Ganztagsbetreuung zu nutzen.
Außerdem sprach er sich einstimmig für die Wiederbesetzung der derzeit offenen Stelle in der Gemeindeverwaltung mit einem Beschäftigungsumfang von 50% bis 70% aus.
Beratung über die Errichtung öffentlicher Ladesäulen für Elektrofahrzeuge
Der Gemeinderat befasste sich mit dem möglichen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Herr Einsiedler von der Netze BW stellte das Konzept sowie die Möglichkeiten zur Errichtung einer öffentlichen AC-Ladesäule mit zwei Ladepunkten vor. Als mögliche Standorte wurden die Ortsmitte, im Bereich der Turnhalle sowie der Ortsteil Risiberg diskutiert.
Im Rahmen der Beratung setzte sich das Gremium mit den voraussichtlichen Investitions- und Betriebskosten auseinander. Zudem wurden verschiedene Fragen zu den technischen Voraussetzungen, der Lieferzeit sowie möglichen Förderprogrammen erörtert.
Brandschutztechnische Sanierung der Grundschule Dürbheim -
Vergabe der Gewerke Rohbauarbeiten und Schlosser-/Metallbauarbeiten
Der Gemeinderat vergab einstimmig die noch ausstehenden Gewerke für die brandschutztechnische Sanierung der Grundschule Dürbheim. Nach erneuter Angebotsprüfung erhält die Firma Decker GmbH & Co. KG aus Nusplingen den Auftrag für die Rohbauarbeiten. Die Schlosser- und Metallbauarbeiten werden an die Firma Martin Flad Bauschlosserei – Metallbau Fahrzeuge aus Böttingen vergeben.
Mit der Vergabe dieser beiden Gewerke können die noch ausstehenden Arbeiten im Rahmen der brandschutztechnischen Sanierung der Grundschule durchgeführt werden.
Erwerb einer Containeranlage für den Jugendraum, Beauftragung des Transports sowie Festlegung des Standortes
Der Gemeinderat hat sich erneut mit der zukünftigen Unterbringung des Jugendraums befasst. Nach Prüfung verschiedener Standortalternativen – darunter das ehemalige Tennisheim, der Bereich am früheren Bolzplatz sowie das Gelände Rainer Mattes – sprach sich das Gremium nach gemeinsamer Besichtigung einstimmig für den Standort Rainer Mattes aus.
Der Feuerwehrkommandant bestätigte, dass der Bau des Jugendraums eine spätere Nutzung des Geländes als möglichen Feuerwehrstandort nicht beeinträchtigt und weiterhin genügend Fläche zur Verfügung steht.
Für die Umsetzung ist ein Bauantrag erforderlich, den die Verwaltung nun zeitnah einreichen wird. Zudem wird sie die weiteren Planungen und Genehmigungen vorbereiten. Die Finanzierung erfolgt über die im Haushalt bereitgestellten Mittel sowie, soweit möglich, über das Sondervermögen Infrastruktur (LuKIFG).
Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Rathauses und Beantragung von
ELR-Fördermitteln
Der Gemeinderat hat sich erneut mit den seit Jahren bestehenden Geruchsbelastungen im Rathaus befasst. Eine gutachterliche Stellungnahme des Sachverständigenbüros Broghammer bestätigte, dass die Ursache in der unter den Bodenaufbauten vorhandenen Holzspanschüttung liegt. Der Gutachter empfiehlt daher die vollständige Erneuerung der Bodenaufbauten sowie eine Sanierung des Gebäudes im Rahmen einer umfassenden Grundsanierung.
Vor diesem Hintergrund beschloss der Gemeinderat einstimmig die grundsätzliche Sanierung des Rathauses. Die Maßnahme umfasst die Erneuerung der Böden im Erdgeschoss, den Ausbau und die Sanierung des Obergeschosses zur Schaffung zusätzlicher Büroräume, die notwendige Fassadensanierung sowie die Instandsetzung der Schäden an der Decke des Gewölbekellers. Durch die Bündelung aller Arbeiten können Abläufe besser aufeinander abgestimmt werden, was Kosten spart und die Sanierung in einem möglichst kurzen Zeitraum ermöglicht.
Die Verwaltung wurde beauftragt, die erforderlichen Planungen voranzutreiben und einen Förderantrag im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) einzureichen.
Baugesuche
Für ein Grundstück im Bereich Pfaffensteig III wurde ein Bauantrag zur Errichtung eines Wintergartens auf der bestehenden Garage eingereicht. Der Wintergarten entspricht einer früheren Genehmigung, die inzwischen abgelaufen ist. Zusätzlich wird die nachträgliche Genehmigung der geänderten Ausführung des darunterliegenden Garagenraums beantragt.
Ebenfalls für ein Grundstück im Bereich Pfaffensteig III wurde ein Bauantrag für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Einliegerwohnung eingereicht. Zusätzlich wird eine Abweichung der Erdgeschossfußbodenhöhe beantragt. Diese Ausnahme ist mit den öffentlichen Belangen vereinbar und erfüllt die Voraussetzungen des Baurechtsamts.
Der Gemeinderat hat beide Vorhaben geprüft, zustimmend zur Kenntnis genommen und sein Einvernehmen erteilt.
Bekanntgaben
Auf dem Spielplatz musste die bestehende Schaukel aufgrund von Sicherheitsmängeln, Fäulnisschäden am Holz und gebrochene Steckschrauben, abgebaut werden. Für die Erneuerung liegt nun ein aktualisiertes Angebot eines Spielgeräteherstellers vor. Die vorhandene Nestschaukel bleibt erhalten und wird in eine neue, größere Schaukelkonstruktion integriert. Zusätzlich umfasst die neue Anlage einen Kleinkindersitz und einen weiteren Schaukelsitz, wodurch das Spielangebot insbesondere für jüngere Kinder erweitert wird.
Die Lieferung der neuen Schaukelkonstruktion ist für die Kalenderwochen 38/39 vorgesehen.
Anfragen
Aus dem Gremium kam die Bitte, das Anmeldeverfahren für das Kinderferienprogramm zu vereinfachen. Derzeit müssen sich Teilnehmende für jeden Programmpunkt einzeln mit allen Angaben anmelden. Vorgeschlagen wird daher, eine Mehrfachauswahl der Programmpunkte zu ermöglichen, um den Anmeldeprozess nutzerfreundlicher zu gestalten.
Die Verwaltung wird prüfen, ob sich diese Vereinfachung technisch umsetzen lässt, und dies nach Möglichkeit realisieren.
Eine weitere Frage betraf die Ganztagesbetreuung. Hierzu wird im Gemeinderat nachgefragt, wie viele Kinder für die Ganztagesbetreuung im kommenden Schuljahr angemeldet sind und wie die personelle Situation aussieht. Aktuell liegen 33 Anmeldungen vor, und es wird mit weiteren Kindern gerechnet – abhängig vom neuen Stundenplan, der noch nicht vorliegt.
Für die Betreuung stehen zwei festangestellte Kräfte sowie zwei Mitarbeitende auf Stundenbasis zur Verfügung. Eine der Beschäftigten wird zum Jahresende in den Ruhestand gehen. Zusätzlich unterstützt von Mitte Oktober bis Mitte Dezember ein Praktikant das Team.

