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Ausstellung Marquardt

 


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Margaret Marquardt: "Durch seine Wunden sind wir geheilt"

Installation und Malerei

Ausstellungseröffnung:    So., 13.06.2010 um 17 Uhr
Andacht und Einführung:  Dr. Engelbert Paulus
Musikalische Gestaltung:  Gebhard Glemser, Orgel
Ausstellungsdauer:   13.06. - 25.07.2010
Ausstellungsort:     Gemeindehaus St. Maria
 Schillerstr. 24, 78589 Dürbheim
 Tel. 07424-504461
Öffnungszeiten:  Di., Do.  17 - 18:30 Uhr
 So., 14 - 17  Uhr
 und nach Vereinbarung
Lyrisch-musische Finissage:  Gedichte zur Ausstellung
 Engelbert Paulus
 25.10.2010 - 17 Uhr
 

Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Künstlerin Margaret Marquardt in ihrer Malerei mit dem Thema Verletzung, Wunden und Heilung. Malerisch nähert sie sich in den Farben Rot und Schwarz und jüngst auch weiß sehr behutsam diesem Prozess der Heilung an, der eine sichtbare oder unsichtbare Wunde und Verletzung voraussetzt. Es geht ihr sowohl um die Wunde im Fleisch als auch um die Verwundung der Seele.

Margaret Marquardt

Alltäglich fügen wir einander bewusst oder unbewusst Verletzungen zu: wir verletzen oder wir werden verletzt - unbeabsichtigt, ohne Vorsatz, unbedacht. Um das weite Spektrum von Verletzung und Verwundung, Verheilen, Heilung und Heil geht es der Künstlerin in ihren Arbeiten. Und besonders mit der aus zwei Teilen bestehenden Installation in der Pfarrkirche St. Peter und Paul berührt sie die religiöse Dimension von Verletzung und Heil. Diesen soteriologischen Aspekt des Kreuzesleidens Christi und des in ihm offenbaren Mitleids mit den Leidenden, der Compassio Dei und des stellvertretenden Erlösungsleidens Christi deutet bereits der Titel der Ausstellung an: „Durch seine Wunden sind wir geheilt".

Margaret Marquardt

 

 

 

 

 

Dem Beispiel Jesu folgend ist die Kirche, die Gemeinde, jeder Christ berufen, den Leiden beizustehen, Kranke zu heilen, Erlösung und Heil zu vermitteln. Margaret Marquardt stellt in der Kirche einander Hingabe und Erlösung, Kreuz und Heil, Tod und Leben, Sterben und Auferstehen, Vergießen und Hüllen gegenüber und bringt mit den beiden Arbeiten die Vertikale und die Horizontale des Kreuzes in Beziehung, die das Leid annimmt und heilend überwindet. Hier den Hingerichteten, das Aufgerichtete, das Aufgestellte, das aufstrebende, das zum Himmel schreiende, gen Himmel strebende und den Himmel ergreifende Blutvergießen, dort den hüllenden, bergenden, heilenden, neuschaffenden, neuwerdenden, verklärenden, durchlichtenden, durchscheinenden Grab- und Heilsraum. Und zwischen beidem der Taufstein, an dem der Neugetaufte heilvoll in das Geschehen von Kreuz und Auferstehung hineingenommen wird und dem Neugetauften das aufstrahlende Licht des Ostermorgens überreicht und das hüllende Kleid des Heiles angezogen werden.

In ihren zumeist großformatigen Arbeiten auf Büttenpapier und Leinwand, mit Materialmischung, umwickelt, verbunden, vernäht, aufgeklebt, gepflastert, geht es der Künstlerin nicht um voyeuristisches oder gaffendes Betrachten und Zeigen von Wunden und Verletzungen, sondern mehr um den Versuch, sichtbar, empfindbar und nachvollziehbar zu machen, was bei Verwundung und Heilung geschieht, wie sehr Leib und Seele, das Herz als Organ und als Liebesmitte des Menschen von dem Dunkel aus Verwundung und Verletzung ins Licht der verheilender Wunden verwandelt. Wie der Galerist Harry Schlichtenmaier in seinem Katalogbeitrag treffend bemerkt, macht die Künstlerin in ihrem Zyklus Heilung „sehr eindrucksvoll ihre Gefühle zu diesem Thema sichtbar und berührt damit sowohl deren ethisch-religiöse als auch rein menschlich-psychische Seite." Im gegenstandsfreien Farbraum entfaltet sich eine „Atmosphäre von gedanklicher Weite.

Es gehört zu den ursprünglichen Heilsaufträgen der Kirche, Kranke, Verletzte, Verwundete zu besuchen, Wunden zu versorgen, Leidenden beizustehen und zu heilen. Jesus selbst hat sich den Wunden, den Verletzungen der Menschen seiner Zeit gestellt, ist uns mit gutem Beispiel vorangegangen, hat sich ganz persönlich und unmittelbar dem einzelnen Kranken gewidmet, ihn gefragt: „was willst du, das ich dir tue?" und ihn geheilt. Er hat vom barmherzigen Samariter erzählt und das über ihn verhängte Todesurteil angenommen.

Wunden und Heilung bildet im Leben und der Botschaft Jesu eine wichtige, ja zentrale Rolle. Immer wieder verbindet er sein Handeln und seine Botschaft auch mit dem Seelenheil des Menschen, wenn er Heilung in Heil münden lässt: „Deine Sünden sind dir vergeben." Alles, was den Leidenden, den Kranken hindert an einem gottgefälligen, Heil erfüllten Leben, ist vergeben. Denn jede Krankheit, jede Verletzung, jede Verwundung ist mehr als nur das Augenscheinliche, das Offensichtliche, betrifft auch Empfindungen, Beziehungen, hat Auswirkungen auf die Psyche.

Die Künstlerin Margareta Marquardt spürt in ihren Arbeiten und Bildern dieser Tiefenschichtigkeit und -dimension von Verwundung und Leiden nach. Mit ihren beiden Arbeiten in der Kirche St. Peter und Paul spannt sie den Bogen von offener und klaffender Wunde zu Verband, verbindender Heilung, Auferstehung und neuem Leben.

Wunden werden verbunden. So verwendet die Künstlerin für ihre Arbeiten Mullbinden, Gaze, um sowohl die Verletzung als auch die Heilung und das Heilsein als bestimmte Phasen von Wundsein und Gnesung zu zeigen.

Mit einer Andacht und einer Einführung im Gemeindehaus St. Maria wird diese Ausstellung am Sonntag, den 13. Juni, um 17.00 Uhr eröffnet.

Fassung zwei:

Margaret Marquardt: „Durch seine Wunden sind wir geheilt!" Installation und Malerei

Verwundung und Verwunderung, Wunden und Wunder sind Worte unterschiedlichster Bedeutung mit jeweils gleicher Wortwurzel. Was haben Wunden und Wunder gemeinsam? Was ist ihnen eigen? Worin unterscheiden sie sich? Was ist das Verbindende?

Die Installation der Künstlerin Margaret Marquardt in unserer Pfarrkirche gibt einen dezenten Hinweis auf das Verbindende bzw. den Verwundung annehmenden und Wunder wirkenden Jesus Christus. Denn die beiden Installationen bilden durch die Anordnung ein Kreuz: die eine Arbeit, die Wunde symbolisierend ist, vertikal aufgerichtet, die andere Arbeit, die Heilung und das Heil sein symbolisierend, ist horizontal an der gegenüberliegenden Wand befestigt.

Herzliche Einladung zu Eröffnung der Ausstellung ein. Wir eröffnen sie in zwei Schritten: um 17.00 Uhr mit einer Andacht in der Kirche und anschließend einer kurzen Information im Gemeindehaus St. Maria.

          
                                                    
                                                                                
                                                                                               

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