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Dürbheims interessante geschichtliche Entwicklung

Der Ort Dürbheim wurde im Jahre 786 n.Chr. erstmals als "Diripihaim" urkundlich erwähnt. Am Sonntag, dem 15.01.786, wurde in Dürbheim von einem gewissen "Reginbald" für "Ekino" eine Schenkungsurkunde ausgefertigt, welche heute im Kloster St. Gallen aufbewahrt wird, wohin die Schenkung auch ging. Dürbheim lag an der Römerstrasse, die von Rottweil zur Donau führte.
Die Gemarkung war allerdings schon Jahrhunderte vorher besiedelt. Siedlungsfunde aus der keltischen Hallsteinzeit (ca. 800 bis 400 v.Chr.) sind eindeutige Hinweise. Ein aufgefundener kleiner Begräbnisplatz, der zu einem Einzelhof eines Adligen gehörte, und Spuren einer kleinen Holzkirche aus der Zeit um 700, weisen auf eine frühe Besiedlung hin. Mit Beigaben ausgestattete Gräber beweisen, dass Dürbheim bereits im 7. Jahrhundert an einem verkehrsgeografisch günstigen Platz gelegen hatte. Dazu zählt ein Grab eines Mannes mit wertvollen Objekten der ausgehenden Merowingerzeit, des "Kriegers von Dürbheim >>".
 
Zwischen dem Ende des 11. und 14. Jahrhunderts erscheinen die Namen von mehreren Herren von Dürbheim in Urkunden. Sie gehörten dem Hochadel an. Eine andere Persönlichkeit des hohen Mittelalters, die mit dem Namen Dürbheim verbunden ist, findet sich in dem Straßburger Bischof Johann I. genannt von Dirpheim. Dieser war um 1300 Sekretär und Kanzler am Hofe des Königs Albrecht I. und wurde 1305 zunächst zum Bischof von Eichstätt geweiht. Als Bischof von Straßburg (1306 -1328) förderte er maßgeblich den Bau des dortigen Münsters.

Als Bestandteil der Oberen Grafschaft Hohenberg kam der Ort 1381 an Österreich. Die Klöster Rottenmünster, Beuron und andere, weltliche und geistige Herren hatten hier Besitzungen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatte Dürbheim viel unter den Durchzügen, Einquartierungen, Requirierungen und Brandschatzungen feindlicher Truppen zu leiden.

Mit Hohenberg kam Dürbheim 1805 an Württemberg und gehörte bis 1938 zum Oberamt Spaichingen, danach zum Kreis Tuttlingen.

Im Jahre 1815 entstand der Ortsteil Risiberg auf dem Heuberg.
 
Von alters her war Dürbheim bäuerlich geprägt, die Landwirtschaft bildete die Haupternährungsquelle. Ab 1950 ging die Landwirtschaft allerdings stark zurück. Die wirtschaftliche Entwicklung machte es notwendig, dass die Mehrzahl der Dürbheimer Landwirte ihre Betriebe nur noch nebenberuflich umtreiben konnten, und stattdessen ihren Lebensunterhalt mit Heimarbeit verdienten oder zur Arbeit nach auswärts pendelten.  In den folgenden Jahren kam es sogar dazu, dass viele ihre landwirtschaftlichen Betriebe ganz auflösten und die Felder an größere Höfe verpachteten. 

Neben der Landwirtschaft bildeten das Dorfhandwerk zusätzliche Einnahmequellen. Im Jahre 1876 gab es drei Mühlen in Dürbheim, von denen eine mit Pferdekraft betrieben wurde.  Erwähnenswert ist auch die Torfgewinnung, die für die Gemeinde im 19. Jahrhundert eine gute Einnahmequelle darstellte.

Heute gibt es nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe, die Handwerk- und Industrieansiedlungen haben enorm zugenommen. Viele gewerbliche und industrielle Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Mit dem Rückgang der Landwirtschaft als Erwerbsgrundlage veränderte sich auch das Ortsbild. Viele landwirtschaftliche Gebäude erfuhren eine Umnutzung, insbesondere zu Wohnzwecken. Zur positiven Gestaltung des Ortsbildes trugen kommunale Dorfentwicklungsmaßnahmen bei. Die Gemeinde investierte in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang Finanzmittel in die Ortskernsanierung.
 

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