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Kirche von Dürbheim

 

 

 

 

 

 


 

Bischof Johann I von Straßburg genannt von Dirpheim (*1260- 1270, + 1328)

 

Die berühmteste Person, die mit dem Namen Dürbheim verbunden ist, ist der Straßburger Bischof Johann I. genannt von Dirpheim. Er war um 1300 Sekretär und Kanzler am Hofe des Königs Albrecht I. und wurde 1305 zunächst zum Bischof von Eichstätt geweiht. Als Bischof von Straßburg (1306 -1328) förderte er maßgeblich den Bau des dortigen Münsters.

In der Tradition ist der Name des Bischofs Johann I. von Straßburg eng mit der Gemeinde Dürbheim verknüpft. Die genauen Umstände seiner Abkunft bleiben jedoch bis heute ungewiss. Kann der Zeitpunkt seiner Geburt ungefähr zwischen 1260 und 1270 vermutet werden, bleibt der tatsächliche Ort seiner Herkunft bis heute ungeklärt. Den neuesten Forschungen zufolge könnte er aus der Umgebung von Zürich stammen und Sohn des Johann von Wildegg, dem vormaligen Probst zu Zürich gewesen sein. Einer zeitgenössischen Chronik des Straßburger Stadtgeschichtsschreibers Fritsche Closener aus dem Jahre 1362 aber ist es zu verdanken, dass die Geschichte Dürbheims in der Tradition seit dem hohen Mittelalter mit dem einflussreichen Kirchen- und Staatsmann verbunden ist. Schon 1298 ernennt der Österreichische König Albrecht I. Johann zu seinem Hofsekretär und Protonotar, später dient er diesem als treuer Kanzler. Nach seinem Studium in Bologna und seiner Tätigkeit als Subdiacon und Domherr zu Konstanz wählt das Chorherrenstift von Zürich ihn 1301 zu seinem Probst. Als Mittler zwischen den Päpsten und dem Deutschen Reich war er Verhandlungspartner bei Bonifaz VIII. (+1303), Benedict XI. (+1304) und Clemens V. (+1314).

Am 17.05.1305 wählt das Domkapitel von Eichstätt Johann von Dürbheim einstimmig zum Bischof. Bereits am Thomastag 1305 ernannte ihn Papst Clemens V. zum Bischof von Straßburg. Nebenher führte Johann die Kanzlerschaft für seinen königlichen Freund Albrecht I. vor allem für Friedensmissionen weiter. Nachdem Albrecht I. von seinem Neffen Herzog Johann vor den Augen von Bischof Johann ermordet wurde, bat er Heinrich VII., den Nachfolger von Albrecht I., um Entlassung aus dem Kanzleramt.

Die Sorge von Bischof Johann galt nun ungeteilt seiner Diözese Straßburg. Papst Johannes XXII. (+1342) ernannte ihn zum Visitator des Predigerordens in Deutschland. Er schaute auf Disziplin und Anstand bei Geistlichen und in den Klöstern. Er verlangte vorbildlichen Lebenswandel und verbot den Priestern das Tragen von Waffen und modischer Kleidung. Johann sorgte aber auch für ein geregeltes Einkommen seines Klerus. Im sozialen Bereich nahm er sich der Ärmsten und Kranken an. Er baute aus eigenen Mitteln das Spital in Molsheim. 

1308 legte er zusammen mit dem genialen Baumeister Erwin von Steinbach (+1318) den Grundstein für die Dominikanerkirche in Straßburg. Die herrliche Westfassade und die Rosette des Straßburger Münsters wurden geschaffen.

Am 6.11.1328 starb Bischof Johann vermutlich in dem nahe Straßburg gelegenen Niederhaslach. Im Testament hatte er bestimmt, dass man ihn bei seinen Kranken und Alten in der Molsheimer Spitalkirche und nicht im Straßburger Münster begraben möge.

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