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Aus dem Gemeinderat

Aus der Arbeit des Gemeinderates - Sitzung am 08.07.2019

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Verpflichtung der neuen Gemeinderäte

Zunächst gratulierte Bürgermeister Häse nochmals den neu gewählten Gemeinderäten, denen die Bürger ihr Vertrauen geschenkt haben. Da es keine Hinweispunkte für mögliche Hinderungsgründe einzelner Gemeinderäte gab, war keine Beschlussfassung des alten Gemeinderates hierüber notwendig. Da auch keine Widersprüche gegen die Wahl eingelegt wurden, das Landratsamt Tuttlingen die Rechtmäßigkeit der Wahl per Wahlprüfungsbescheid vom 25.06.2019 festgestellt hat und diese somit rechtskräftig ist, sind die Voraussetzungen für die Vereidigung der neuen Gemeinderäte gegeben. Gemeinsam sprachen alle 10 Gemeinderäte anschließend die Verpflichtungsformel.

Danach wurden Sie von Bürgermeister Häse darauf hingewiesen ihr Amt stets uneigennützig auszuüben, verantwortungsbewusst zu handeln und Verschwiegenheit zu wahren für alle Angelegenheiten, die der Geheimhaltung bedürfen. Leider sei es nicht möglich allen Wünschen gerecht zu werden - zumal sich diese im Ort teilweise widersprechen. Diskussionen seien daher naturgemäß notwendig. Hier bat er darum, dass der Stil der vergangenen 5 Jahre gewahrt wird. Auch wenn es inhaltlich unterschiedliche Beurteilungen gibt, sollte stets sachlich und fair argumentiert werden. Er freue sich auf eine gute, konstruktive Zusammenarbeit. Danach gab er einen kurzen Überblick über die in den kommenden 5 Jahren anstehenden, wichtigsten Themen: Baulanderschließung (Lachenäcker), mögliche Innenerschließung, Gewerbeflächen, Glasfaserausbau, Landmarkt, Sanierung weiterer Straßen, Kanälen u. Wasserleitungen, Sicherheitsaspekte (Starkniederschlag, Stromausfall), Seniorenbetreuung, mögliche Verkehrsberuhigung (30 km/h-Zonen) und das Thema Klimawandel mit der verstärkten Nutzung alternativer Energien. Letzter Punkt liege ihm besonders am Herzen. Gerade die Gemeinde hätte hier erheblichen Nachholbedarf. So gäbe es bisher keine einzige Photovoltaikanlage auf einem kommunalen Gebäude.

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Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter u.a.

Anschließend wurden vom neuen Gemeinderat diverse Posten neu besetzt.

Bisher war es üblich, dass diejenigen Gemeinderäte, die die meisten Stimmen erhielten, zum 1. und 2. Bürgermeister-Stellvertreter gewählt wurden. Da GR Jan-Philipp Heim mit 568 und GR Sebastian Hug mit 515 Stimmen zwei „neue" Gemeinderäte die besten Er-gebnisse erzielt hatten, hatten sie sich mit dem bisherigen 1. Bürgermeister-Stellvertreter bereits im Vorfeld der Sitzung abgestimmt. Um sich zunächst gewissenhaft in ihr neues Amt als Gemeinderäte einarbeiten zu können, schlugen sie vor, die beiden Posten zunächst nur bis 31.12.2020 zu besetzen und im Herbst 2020 nochmals neu zu wählen, um dann die Posten der Tradition entsprechend bis zum Ende der Amtszeit im Frühjahr 2024 zu besetzen. Die einzelnen Abstimmungen ergaben folgende Ergebnisse:
1. Bürgermeister-Stellvertreter wird bis 31.12.2020 GR Jürgen Köhler.
2. Bürgermeister-Stellvertreter wird bis 31.12.2020 GR Jan-Philipp Heim.

Im Gemeinsamen Ausschuss der VG Spaichingen wird die Gemeinde künftig durch Bürgermeister Häse und die beiden GR Jürgen Köhler und Reiner Dreher vertreten sein. Im Verhinderungsfall werden die beiden Gemeinderäte durch GR Jan-Philipp Heim oder Sebastian Hug vertreten.

In der Mitgliederversammlung der Sozialstation Spaichingen-Heuberg e.G. wird die Gemeinde künftig durch Bürgermeister Häse (im Verhinderungsfall GR Sebastian Hug), GR Bernd Grimm (im Verhinderungsfall GRin Margarete Bühler) und GR Markus Reb-stock (im Verhinderungsfall GR Jan-Philipp Heim) vertreten.
Bei der Verbandsversammlung der Bodensee-Wasser-Versorgung (BWV) wird die Gemeinde auch künftig durch GR Reiner Dreher vertreten sein.

Dem Kindergartenausschuss werden künftig seitens der Gemeinde Bürgermeister Hä-se, GRin Margarete Bühler und GR Sebastian Hug angehören. Im Verhinderungsfall werden die beiden Gemeinderäte durch GRin Bianca Leukart oder GR Jürgen Köhler vertreten.

Die Sitzungsprotokolle des Gemeinderates werden künftig von den beiden Gemeinde-räten Dr. Christoph Timm und Jan-Philipp Heim gegengezeichnet. Im Verhinderungsfall machen dies die GR Christian Märtens und GRin Bianca Leukart.

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Verabschiedung Revierleiter Geißler

Bürgermeister Häse bedauert es, dass er heute Herrn Revierleiter Geißler verabschieden muss. Er ging auf seine Aktivitäten im Sport ein, wies darauf hin, dass er als Skilangläufer an der Schwelle zur Nationalmannschaft stand. Auch heute sei er - von gewissen Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat abgesehen - immer noch topfit, was er regelmäßig auf dem Rad oder beim Laufen unter Beweis stellt.

Nach der Ausbildung zum Förster an der Fachhochschule Rottenburg und in diversen Revieren im Schwarzwald aber auch Donaueschingen und Radolfzell und nach Stationen in Ottenhöfen und Epfendorf wurde ihm 1982 sein erstes „eigenes" Revier am Schluchsee übertragen. 1992 bekam er das Revier Dürbheim/Balgheim. Diesen glücklichen Umstand habe die Gemeinde seiner Frau Luz (stammt aus Spaichingen) zu verdanken. Ihr als ebenfalls erfolgreichen Skilangläuferin sei es gelungen den eingefleischten Schwarzwälder an den Rand des Heubergs zu locken. Als Revierleiter habe er aber nie nur „seinen Wald" im Blick gehabt. Vielmehr war er es, der mehrere Biotope angelegt hat, der sich für die Hügelgräber im Wald interessiert und immer wieder auf diese hingewiesen hat. Bereits früh erkannte er, dass die Naturverjüngung wesentlich sinnvoller und wirtschaftlich für die Kommunen ist, als der großflächige Holzeinschlag mit nachträglichem Aufforsten.

Seine Zähigkeit und sein eiserner Wille seien ihm auch beruflich zugutegekommen. Denn selbst solch dramatischen Ereignisse, wie die Stürme „Wiebke" (Nacht zum 01.03.1990), „Lothar" (Jahreswechsel 1999/2000) oder der Schneebruch in diesem Winter warfen ihn nicht aus der Bahn.
Im Ort habe zudem sportlich seine Spuren hinterlassen. Ohne den Virus, den er in Dürbheim verbreitet hat, wären ein Jochen Mesle und ein Thomas Kigle vermutlich nicht so im positiven Sinne „ski-verrückt" geworden, wie sie es heute sind.
Für die Zeit nach seinem offiziellen Ausscheiden aus dem aktiven Forstdienst am 31.07.2019 wünschte er ihm im Namen der Gemeinde aber auch persönlich alles Gute. Zudem dankte er ihm bereits vorab für sein Versprechen auch künftig als „Unruheständler" aktiv an der Gestaltung des Ortsbildes mitzuwirken. Wenn es künftig um Rastplätze, Aussichtspunkte, Freizeitanlagen o.ä. gehen wird, dann werde er sich gern wieder an ihn wenden und um Unterstützung bitten.

Beide seien auch froh, dass in Matthias Gerlach ein so fachkundiger und sympathischer Nachfolger in den Startlöchern sitzt. Für einem Mann wie H. Geißler, der mit Leib und Seele Revierleiter ist, sei es sicherlich ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass er „sein" Revier in gute Hände übergeben kann. Daher bedankte er sich nochmals bei Herrn Geißler für die tolle Arbeit, die er in den vergangen 3 Jahrzehnten geleistet hat. Nicht ohne Grund wurde bei der Forsteinrichtung festgehalten und betont, dass Dürbheim über einen Gemeindewald verfügt, wie man ihn im weiten Umkreis suchen muss, aber nicht finden wird. Erwirtschaftet der Gemeindewald doch jährlich einen Überschuss von 70 - 100 T€ zugunsten des Gemeindehaushalts.

Herr Geißler bedankte sich für die Verabschiedung und räumte in seiner verschmitzten Art ein, dass es ihm anfangs schon schwer gefallen sei, den geliebten Schwarzwald mit der Hangkante der Schwäbischen Alb zu tauschen. Bereut habe er es aber nicht. Aller-dings hätten ihn die letzten Jahre Nerven gekostet. Die Unsicherheit bei der Forstverwaltung wegen des Kartellverfahrens, der Schneebruch nach Weihnachten und nun die Borkenkäfer-Plage hätten nicht unbedingt kommen müssen.

Anschließend überreichte Bürgermeister Häse Herrn Geißler einen Geschenkkorb und einen Gutschein der Gemeinde Dürbheim (siehe Foto).

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Kindergartengebühren

Nachdem der Kirchengemeinderat bereits den neuen Gebührensätzen für 2019/2020 zugestimmt hatte, tat dies auch der Gemeinderat. Basis sind - wie in den Vorjahren - die „Landesrichtsätze" die zwischen den kirchlichen u. kommunalen Fachverbänden vereinbart wurden. Diese Sätze wurden nach dem bisherigen Berechnungsmodus auf die Gruppen-Angebote umgerechnet.

Allerdings wird auch diese Erhöhung um 3% das von den Landesverbänden angestrebte Ziel nicht erreichen lassen. Eigentlich sollen durch die Elternbeiträge 20% der Kosten gedeckt werden. Doch auch die kräftige Erhöhung im Kiga-Jahr 2017/18 brachte nur eine Verbesserung von knapp 13 auf knapp 15%. Hieran wird auch die neue Erhöhung nichts Entscheidendes ändern.

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Vergabe Ausführungsplanung bis örtliche Bauüberwachung für die Erschließung des 3. BA „Pfaffensteig III"

Der Gemeinderat vergab den Auftrag zum Angebotspreis von 31.945,79 € (brutto) ein-stimmig an das Ingenieurbüro Breinlinger. Nachdem die Bauabschnitte 1 (2016) und 2 (2018) erschlossen wurden, ist dies im 3. BA für das kommende Jahr vorgesehen. Wie in den Vorjahren erfolgreich praktiziert, soll die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten vor Weihnachten erfolgen, da so erfahrungsgemäß die günstigsten Preise zu erzielen sind. Dies muss vom Ing.Büro rechtzeitig vorbereitet werden. Die eigentlichen Bauarbeiten erfolgen im 1. Halbjahr 2020, damit die privaten Bauherren ab 01.07.2020 mit ihren Maßnahmen beginnen können.

Erschlossen wird 2020 damit zunächst der rechte Teil der obersten Straße (Am Bierkel-ler). Die darunter befindliche Fläche (später rechter Teil der „Keltenstraße" und damit 4. BA) wird voraussichtlich erst 2022 erschlossen. Der Grund für dieses ungewöhnliche Vorgehen ist ganz einfach. Dort haben sich zwei Eigentümer von Flurstücken geweigert die Flächen zu dem Preis an die Gemeinde zu verkaufen, den alle anderen Flurstückseigentümer akzeptiert haben. Um eine Gleichbehandlung aller zu erreichen, wurde das Landratsamt mit der Durchführung eines Baulandumlegungsverfahrens beauftragt. Damit ist sichergestellt, dass die Gemeinde auch den 4. BA erschließen kann. Allerdings dauert dieses Verfahren. Daher muss nun - wider aller Logik und Dank der beiden Grund-stückseigentümer - zunächst die Erschließung des oberen Teilbereichs erfolgen.

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Feuerwehr - Vergabe neue Rettungsschere und Hydraulikaggregat

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Anschaffung einer neuen Rettungsschere und eines neuen Hydraulikaggregats zum Angebotspreis von 13.316,70 (brutto). Dies wurde notwendig, da die ca. 20 Jahre alte Rettungsschere zwischenzeitlich zu schwach ist, um die immer steiferen Fahrzeugkarossen durchtrennen zu können. So besitzt die neue Schere eine etwa 4-fach so große Schneidekraft. Da im kommenden Jahr auch das ebenfalls 20 Jahre alte Hydraulikaggregat für ca. 2.300 € gewartet werden müsste, stimmte der Gemeinderat der Anschaffung eines neuen Aggregates zu - zumal durch den Verkauf des alten Gerätes vermutlich noch 800-1.000 € erlöst werden können.

Der ursprünglich im HHPlan eingeplante Einbau einer Abgasabsauganlage im FWG-Haus wurde in Abstimmung mit der Unfallkasse Baden-Württemberg dafür ins Folgejahr geschoben. Denn deren Einbau ist erst möglich, wenn die Planung für den Umbau im Sanitär- und Umkleidebereich steht. Da GR Bernd Grimm jedoch mit dem Anbau beim Kindergarten und dem Umbau im Volksbankgebäude ausgelastet ist, wird er hierzu erst im Winter 2019/2020 kommen. Die Umbauarbeiten im FWG-Haus werden somit 2020 und 2021 erfolgen und sollen - soweit möglich - von den Mitgliedern der Feuerwehr in Eigenleistung erbracht werden. Diese Einsätze werden dann mit dem Mindestlohn ent-schädigt.

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Baugesuche

Der Gemeinderat erteilt beim Bauvorhaben auf dem Bauplatz „Am Bierkeller 3" sein Ein-vernehmen dahingehend, dass die Dachneigung beim Hauptgebäude 22°, bei der Garage 5° beträgt und beim Carport ein Flachdach errichtet werden kann.

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Bekanntgaben und Verschiedenes

Das Ausschreibungsergebnis der BIT (Breitbandinitiative LA TUT) für den Backbone-Anschluss und den 1. BA des innerörtlichen Glasfaser-Ausbaus liegt vor und liegt mit 576 T€ fast punktgenau im Bereich der geschätzten Kosten von 573 T€. Allerdings wird sich die Umsetzung verzögern. Das planende Büro SBK geht davon aus, dass der Aus-bau im Gewerbegebiet wohl im Herbst 2019, der „restliche Teil" (Anbindung Weber-straße und Pfaffensteig III) aber wohl erst im Frühjahr 2020 erfolgen wird.

Bürgermeister Häse gab ein Schreiben der EnBW in Umlauf. Darin wird für ein „Sonder-angebot" zur Installation von Ladestationen für e-bikes geworben. Bereits im Okt. 2016 war im GR das Aufstellen einer solchen im Ortszentrum abgelehnt worden. Für eine Ladestelle von KFZ sehe er auch weiterhin in Dürbheim keinen Bedarf. Für eine Ladestelle von e-Bikes könnte es ggf. anders aussehen. Doch gäbe es eine Vielzahl offener Fragen (Standort im Ort [Landmarkt / Bäckerei Licht oder Waldeck als Ausflugslokal], Nebenkosten (Zuleitung / Herstellung Standort), laufende Kosten für Wartung und Betrieb (wer zahlt den Stromverbrauch), Kosten bei alternativen Anbietern). Zu bedenken sei zudem, dass Dürbheim - abgesehen vom Risiberg - kein Tourismusmagnet sei und die einheimischen E-Bike-Besitzer ihre Bikes zuhause aufladen. Von daher gibt es in der Gemeinde zahlreiche Dinge mit höherer Priorität. Er sieht daher derzeit keinen Handlungsbedarf. Diese Auffassung wurde vom GR geteilt.

Für das 11-m-Schießen beim SVD-Laienturniers wird der Gemeinderat wieder eine Mannschaft stellen.

Anschließend ging er auf einen Hinweis von GRin Dittes in der Sitzung vom 29.04. ein.

Der Übergangsbereich zwischen dem für den KFZ-Verkehr gesperrte Feld- u. Gehweg von der L438 zur Baumschule Häring weist erhebliche Schäden auf. Gem. Kosten-schätzung von Ing.Büros Breinlinger wäre mit ca. 4.500 € an Kosten für eine fachgerechte Reparatur zu rechnen. Nach aktuellem Stand wird nach der vollständigen Bebauung in „Pfaffensteig" das Baugebiet „Lachenäcker" erschlossen. Dieses soll ab voraussichtlich 2024 gemeinsam mit der Baumschule Häring über einen Kreisverkehr an die L438 angebunden werden. Da dann das jetzt teuer sanierte Stück wieder herausgerissen werden müsste, verzichtet der Gemeinderat jetzt auf eine fachgerechte Sanierung. Sollte sich an der Planung Lachenäcker etwas ändern, würde die Anregung wieder aufgegriffen. Allerdings soll der Bauhof die Stelle provisorisch so ausbessern, dass für Fußgänger und Radfahrer keine Gefahr mehr besteht.
Im Rahmen seines Besuchs bei einem Altersjubilars wurde er auf den Verbindungsweg Hauptstraße - Bergstraße angesprochen. In der Mitte ist eine schmale Spur, die zeigt, dass der Weg tatsächlich benutzt wird. Am linken und rechten Rand ist der Weg zugewachsen. So kann er nicht oder nur mit Mühe mit einem Kinderwagen oder Rollator benutzt werden. Den Weg zu pflastern würde jedoch einen erheblichen Aufwand darstellen. Zudem würde weitere Fläche versiegelt. Da niemandem im Gremium eine nennenswerte Anzahl von Personen mit Rollator oder Kinderwagen bekannt ist, die diesen Weg regelmäßig benutzt, waren die Gemeinderäte damit einverstanden, dass der Weg zunächst in seinem derzeitigen Zustand belassen wird. Allerdings soll der Bauhof darauf achten, dass der Bewuchs am Rand regelmäßig gemäht wird.

Bisher ist geplant den gepflasterten Gehweg in der Kirchstraße im Rahmen des Glas-faserausbaus zu asphaltieren. Dies war dem Gemeinderat so vorgeschlagen worden, da sich der bisherige Pflasterbelag nicht bewährt hat und ein Angrenzer - unter Hinweis auf die Stolperfallen und den Winterdienst - hierum gebeten hatte. Nun ging ein Schreiben eines anderen Bürgers bei der Verwaltung ein, der genau das Gegenteil wünscht und auf die Historie der Straße verweist. So erlebten die neuen Gemeinderäte gleich in ihrer ersten Sitzung, dass es nicht möglich ist, den Wünschen aller Bürger zu entsprechen. Zudem wünscht sich der 2. Bürger zwischen Kirche und Kinderspielplatz eine 30-er-Zone und ein Pflastern des Fahrbahnbelages, um die angestrebte Verkehrsberuhigung auch tatsächlich umzusetzen. Der Mutmaßung des Bürgers, dass das Asphaltieren aus rein finanziellen Überlegungen von Bürgermeister Häse vorgeschlagen wurde, trat dieser mit der Feststellung entgegen, dass die Kosten für die Oberflächenwiederherstellung in etwa gleich sein werden, egal, ob asphaltiert oder gepflastert. Er räumt ein, dass die Optik für eine Pflasterung spricht. Die Rutschgefahr von Pflaster bei der Hanglange der Kirchstraße ließe sich durch eine entsprechend gewählte Rauigkeit der Oberfläche wohl in den Griff bekommen. Ob dann das Schneeräumen auf Pflaster schwieriger sei, als bei Asphalt, sei strittig. Allerdings tauen Schnee und Eis auf Asphalt erfahrungsgemäß schneller weg, als auf Pflasterbelägen. Er könne daher mit beiden Belegen leben. Die Gemeinderäte werden sich vor Ort nochmals ein Bild machen und im Herbst entscheiden, ob gepflastert oder asphaltiert werden soll.

Zum Thema 30-er-Zone führte Bürgermeister Häse aus, dass dieses Thema von ihm im Herbst oder Frühjahr 2020 auf die Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt wird. Von einem Pflastern des Fahrbahnbelages in Teilbereichen zur Geschwindigkeitsreduzierung hält er jedoch nichts. Damit hätten die betroffenen

Angrenzer in anderen Gemeinden zu schlechte Erfahrungen gemacht. In anderen Kommunen würden solche Pflasterungen zwischenzeitlich bereits wieder zurückgebaut.
In den Sommerferien wird das Rathaus vom 29.07. bis 16.08. nur zwischen 09:00 - 11:00 Uhr geöffnet sein.

Für den weiteren Glasfaserausbau habe er mit Unterstützung von Herrn Baur und Herrn Linder von der BIT auf der homepage von „Breitbandausschreibung.de" das Markterkundungsverfahren in die Wege geleitet. Telekommunikationsanbieter können nun mitteilen, ob sie innerhalb der kommenden 3 Jahre einen Ausbau im Bereich OT Risiberg oder zum Schotterwerk Brugger durchführen werden. In der Sitzung vom 21.10. wird er über das Ergebnis berichten. Sofern kein privater Anbieter den Ausbau plant, hat der Gemeinderat bis Sommer 2020 Zeit um zu entscheiden, ob die Gemeinde einen Förderantrag beim Bund stellt. Nach einer möglichen Bewilligung hätte die Gemeinde nochmals 6 Monate Zeit, bis eine Beauftragung für die Bauarbeiten erfolgen müsste. Es sei zu hoffen, dass bis dahin zumindest einige der noch vielen offenen Fragen geklärt seien.
Anfragen

Auf Nachfrage von GRin Bühler erklärte Bürgermeister Häse, dass in der Weberstraße oberhalb des Gebäudes Weberstr. 59 (Haus Schöttle) noch eine weitere Fahrbahnver-engung eingebaut wird. Es sei also nicht so, dass erst mitten im Ort die verkehrsberuhi-genden Maßnahmen beginnen.

GR Köhler griff das Thema der Fahrbahnverengungen auf. Er habe Bedenken, ob die breiten Traktoren und deren Hänger diese Engstellen überhaupt passieren können. Doch mit dem Ingenieurbüro Breinlinger konnte zwischenzeitlich abgeklärt werden, dass dies bei der Planung berücksichtigt wurde.
GR Grimm fragte nach wie lange KFZ und Wohnwagen rechtmäßig am Fahrbahnrand geparkt werden dürfen. Bürgermeister Häse verwies auf § 12 IV STVO. Danach ist das Parken von KFZ am rechten Fahrbahnrand ohne zeitliche Beschränkung erlaubt, sofern nicht durch Verkehrszeichen etwas anderes geregelt sei. Die Regelung für Wohnwagen wüsste er auswendig nicht. § 12 IIIb STVO sorgt hier jedoch für klare Verhältnisse. Danach dürfen KFZ-Anhänger ohne Zugfahrzeug nicht länger als 2 Wochen am Fahrbahnrand geparkt werden.

GR Hug wies darauf hin, dass beim Spielplatz bei der Kirche eine Beschattung für den Sandkasten fehlt und die Pumpe für das Wasserspielgerät nicht funktioniert. Gemäß Auskunft von Bürgermeister Häse sind für den Spielplatz bereits ein neuer Sandkasten und auch ein neues Sonnensegel bestellt. Sobald diese geliefert werden, werden sie vom Bauhof aufgebaut. Beim Wasserspielgerät ist das Problem, dass dieses nicht an einem natürlichen Bachlauf oder einer gefassten Quellleitung hängt. Es gibt lediglich einen unterirdischen Wasserbehälter, der bei schönem Wetter innerhalb kürzester Zeit von den Kindern leergepumpt wird. Früher wurde dieser zeitweise vom Bauhof, bzw. der Feuerwehr befüllt. Doch sei der damit verbundene Aufwand enorm und nicht vertretbar. Zudem besteht die Gefahr der Verkeimung, wenn das Wetter schlecht sei und das Wasser über einen längeren Zeitraum in dem Behälter verbleibt. Ein nachträglicher Anschluss an eine Quellleitung sei nicht möglich und ein Anschluss an die Frischwasserleitung würde zu hohen Wasserverlusten führen. Bedauerlich sei, dass diese örtlichen Gegebenheiten vom seinerzeitigen Planer des Spielplatzes bei der Bestückung mit Spielgeräten nicht berücksichtigt wurden.

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