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Aus dem Gemeinderat

Aus der Arbeit des Gemeinderates - Sitzung am 10.09.2018

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Vor der Sitzung besuchte der Gemeinderat im Rahmen seiner einmal im Jahr stattfindenden Besichtigungstour bei den Dürbheimer Gewerbebetrieben die Firma „NeviTech GmbH" im Gewerbegebiet (siehe gesonderter Bericht).

Bekanntgabe nicht-öffentlich gefasster Beschlüsse

Der Gemeinderat beschloss, dass die 9 Bauplätze im 3. BA „Pfaffensteig III" erst im Jahr 2020 erschlossen werden sollen. Voraussichtlich wird in der Sitzung vom 08.10.2018 entschieden, ob ein gesetzliches Baulandumlegungsverfahren im Bereich des 4. BA „Pfaffensteig III" durchgeführt wird. Falls ja, ist zu entscheiden, ob das Landratsamt Tuttlingen - Vermessungsamt - mit der Durchführung dieses Um-legungsverfahrens beauftragt werden soll.

Jahresrechnung 2017

Frau Werny von der VG Spaichingen trug diesen Tagesordnungspunkt vor, da sie den Abschluss erstellt und den Rechenschaftsbericht selbständig gefertigt hat. Die Zuführungsrate im Verwaltungshaushalt (Gewinn im laufenden Betrieb) liegt bei erfreulichen 703.480 € und damit deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre - aber um ca. 100 T€ unter dem Ergebnis von 2016. Die Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Insolvenz der Landmarktes (73 T€) und erstmals seit vielen Jahren einen Abmangel im Gemeindewald von 12 T€ zurückzuführen. Im Vergleich zum Nachtrags-Haushaltsplan 2017 ergab sich eine erstaunliche Verbesserung um 443 T€. Davon stammen allein 200 T€ aus den GewSt-Einnahmen, weitere 113 T€ aus höheren Einnahmen beim EKST-Anteil und den FAG-Zuweisungen, 35 T€ Minderausgaben und Mehreinnahmen beim Abwasser, 36 T€ Minderausgaben im Bereich Straßen und Straßenbeleuchtung, 20 T€ später anfallende Kosten für die Umstellung auf das neue Haushaltswesen (NKHR) und 32 T€ geringere Personalausgaben, als erwartet.

Im VMH „lief" 2017 weit weniger als geplant. Der Grund war, dass 4 Beihilfeanträge für die Sanierung der Weberstraße (zunächst) abgelehnt wurden. Statt geplanter ca. 1,5 Mio. € sind nur Investitionen von 680 T€ angefallen - und davon noch ein erheblicher Teil in Form von Haushaltsausgaberesten für die Weberstraße. D.h. 2017 wurde bereits ein Teil der 2018/2019 tatsächlich anfallenden Kosten für den Ausbau der Weberstraße (ca. 1,85 Mio. €) finanziert. Die tatsächlich in 2017 erfolgten Investitionen waren, die Fertigstellung 1. BA „Pfaffensteig III" und die Fertigstellung des Pausenhofes, denn auch die Abrechnung der Maßnahme „Fuß- u. Radweg nach Rietheim" betraf eigentlich nicht das Jahr 2017, sondern fand einige Jahre zuvor statt.

Durch den hohen Überschuss im laufenden Betrieb und das Verschieben der Maßnahme „Weberstraße" nach 2018 ergaben sich gravierende Verbesserungen. Es konnte nicht nur auf eine eingeplante Kreditaufnahme von 726.000 € und eine Entnahme aus der Rücklage (310.000 €) verzichtet werden. Ganz im Gegenteil konnten dieser Rücklage sogar ca. 334.000 € zugeführt werden. Die allgemeine Rücklage weist zum Jahresende 2017 dadurch einen Bestand von 774.678 € aus. Dem steht ein Schuldenstand von 892.340 € gegenüber, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 536 €/Einwohner entspricht. Damit liegt Dürbheim unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden (653 €/Einw.), aber über dem VG-Schnitt (214 €/Einw.). Berücksichtigt man jedoch den Bestand der Allg. Rücklage, ergäbe sich eine Effektiv-Verschuldung von ca. 148.000 €, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 87 €/Einw. entspräche. Wie auch der Nachtragshaushaltsplan 2018 zeigt, ist Dürbheim trotz seiner schwachen Finanzkraft finanziell gut und solide aufgestellt.

Vorstellung „Neues Kommunales Haushaltsrecht" - NKHR

Diesen Tagesordnungspunkt trug Frau Gröger von der VG Spaichingen vor. Der Lan-desgesetzgeber zwingt die Gemeinden zu dieser Umstellung des Buchführungssystems, der zum 01.01.2019 erfolgen wird. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse hat der Gemeinderat bereits im Januar 2016, Juli 2017 und April 2018 gefasst.

Frau Gröger ging auf die grundsätzlichen Unterschiede zwischen der bisherigen Kameralistik und der Doppik ein und erläuterte, was unter den Begriffen „Aufwand und Ertrag", dem „Ergebnis- und Finanzhaushalt" und der „Drei-Komponenten-Rechnung" zu verstehen ist. Danach gab sie einen Ausblick, wie der HHPlan 2019 aufgestellt und ins neue System übertragen wird. GR Keller und Bürgermeister Häse wiesen bereits jetzt darauf hin, dass seitens der VG Spaichingen nach Wegen zu suchen ist, damit auch bei der Aufstellung künftiger HHPläne in möglichst vielen Teilbereichen auf mehrere Vorjahresergebnisse zurückgegriffen werden kann. Nur so sei es dem Gemeinderat möglich zu beurteilen, ob einzelne HH-Ansätze in realistischer Höhe festgesetzt werden.

Auch wenn der größte Teil der Umstellungsarbeiten durch die VG Spaichingen und ex-terne Büros erfolgt, muss auch die Gemeindeverwaltung einen Mehraufwand verkraften. Abzuwarten bleibt lt. Bürgermeister Häse, wie sich dieser ab 2019 entwickeln wird, wenn dann alle Rechnungen bei der Gemeinde selbst im System erfasst und eingescannt werden müssen. Zudem ist zu befürchten, dass ein zusätzlicher Scanner anzuschaffen sein wird. Ob auch das Personal aufgestockt werden muss, kann erst nach einer gewissen „Probephase" beurteilt werden. Die gleichzeitige Umstellung auf die „kamerale Doppik" und den Wechsel der Software von KIRP auf SAP stellt für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der VG Kämmerei eine immense Belastung dar. Im Namen des Gemeinderates bedankte sich Bürgermeister Häse daher für die Information und Übersicht und wünschte Frau Gröger sowie allen Kollegen und Kolleginnen der VG Spaichingen bei dieser Herausforderung gute Nerven und viel Erfolg, damit die Verwaltung auch 2019 so reibungslos funktionieren wird, wie dies bisher der Fall war.

Verabschiedung Nachtragshaushaltsplan 2018

Auch diesen Tagesordnungspunkt trug Frau Gröger von der VG Spaichingen im Ge-meinderat vor. Durch höhere GewSt-Einnahmen und diverse kleinere sonstige Veränderungen steigt die Zuführungsrate (der „Überschuss" im laufenden Betrieb) um 97.400 € auf 568.000 € an.

Einige Verschiebungen gibt es im Bereich der Investitionen. Da eine Bezuschussung abgelehnt wurde, wird das Dach des FWG-Hauses nicht saniert. Die Straße „In Breiten" wird zur Erschließung des Gewerbebauplatzes erst 2019 ausgebaut. Denn dann wird die BIT dort vermutlich die Backbone-Trasse nach Rietheim verlegen. Dieser Synergieeffekt soll genutzt werden, um Kosten einzusparen. Dadurch, dass alle 9 zum 01.07.2018 neu erschlossenen Bauplätze bereits in 2018 verkauft wurden, gingen erheblich mehr Beiträge und Verkaufserlöse ein, als zunächst geplant.

Dadurch ist die ursprünglich zum HH-Ausgleich vorgesehene Kreditaufnahme von 147.000 € nicht notwendig. Ferner kann die eingeplante Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage von 780.900 € auf 72.700 € reduziert werden. Im Rahmen der Umstellung auf NKHR muss die VG Spaichingen mit dem Kommunalamt des Landratsamtes noch klären, ob die bisherige „Sonderrücklage Erddeponie" aufgelöst und in den VMH überführt werden kann. In diesem Falle würde sich das Ergebnis nochmals um ca. 500.000 € verbessern. Wenn man die mögliche Auflösung der Sonderrücklage unberücksichtigt lässt, wird zum Jahresende 2018 dem Schuldenstand von 858.808 € ein Bestand der Allgemeinen Rücklage von 671.978 € gegenüber stehen. Das entspräche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 516 €/Einw. bzw. einer Netto-Verschuldung von ca. 187.000 €. Nach der einstimmigen Beschlussfassung bedankte sich Bürgermeister Häse bei Frau Gröger und dem Gemeinderat. Angesichts der Tatsache, dass die Maßnahme Weberstraße voll und vom Kiga-Anbau bereits 300.000 € finanziert sind, sei dies ein Ergebnis, auf das die Gemeinderäte stolz sein können.

Kindergarten - Abrechnung Betriebskostenzuschuss 2017

Die vom Kirchlichen Verwaltungszentrum nachgewiesenen Gesamtkosten sind gegen-über dem Vorjahr um 4,0% auf 622.281 € angestiegen. Doch Mehreinnahmen bei den Elternbeiträgen und Integrationshilfen konnten diesen Anstieg kompensieren. So waren von der Gemeinde für 2017 insgesamt 481.838 € an die Kirche zu bezahlen. Die Landeszuweisung stieg auf 185.419 €, da zum Stichtag mehr Kinder im Kindergarten betreut wurden. Dadurch sank die effektive Belastung für die Gemeinde auf 296.419 €. Der Kostenaufwand pro Kind lag 2017 bei den Ü3-Jährigen bei 8.394 €/a bei den U3-Kindern bei 11.287 €/a. Der Gemeinderat nahm die Abrechnung einstimmig zur Kenntnis.

Kindergarten - Bedarfsplanung 2018/2019 - Erweiterung und Vergabe Planungsauftrag

Unmittelbar vor der Sitzung am 23. Juli waren Zweifel aufgekommen, ob ein Erweiterungsbau überhaupt notwendig sei. Ursache hierfür war das Ergebnis einer nochmaligen Befragung der Eltern. Von ursprünglich 17 vorgemerkten Kindern hatten plötzlich nur noch die Eltern von 5 Kindern Interesse bekundet. Doch die Nachfrage bei anderen Kommunen und Kindergärten hat gezeigt, dass die Eltern „kreative Lösungen suchen", wenn ihnen auf Anfrage beim Kindergarten mitgeteilt wird, dass keine Plätze zur Verfügung stehen. Wenn diese Eltern dann Alternativen gefunden haben (Familie, Bekannte, Pflegemütter oder Kindergärten in anderen Gemeinden), dann bleiben die Kinder auch dort. Wenn aber bei der Anfrage signalisiert wird, dass das Kind aufgenommen werden kann, dann kommen die Kinder auch.

Aufgrund dieser Informationen wurden in der Bedarfsplanung 2018/2019 die aktuellsten Kinderzahlen eingearbeitet. Darin sind alle Kinder berücksichtigt, die bis 20.08.2018 geboren wurden. Zu-, Wegzüge und Geburten im September 2018 können die sich daraus ergebende Anzahl der „anspruchsberechtigten Kinder" noch verändern. Bei den Kindern ab 3 Jahren stehen demnach 70 tatsächlich vorhandenen Plätzen 77 anspruchsberechtigte Kinder gegenüber, während es für die 37 anspruchsberechtigten 1 u. 2-Jährigen nur 14 Plätze gibt. Durch die vorgeschlagenen Änderungen könnte das Angebot auf 69 Ü3- und 23 U3-Plätze geändert werden - also im problematischen U3-Bereich eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Wie schwierig eine Prognose zum künftigen Platzbedarf ist, zeigt sich allein daran, wie stark die Kinderzahlen von Jahr zu Jahr schwanken. Umfasst der Jahrgang 2014 derzeit 14 Kinder sind es 2015 jedoch 27 und ein weiteres Jahr später 21!

Angesichts der hohen Betriebskosten (siehe vorheriger Punkt) ist es nachvollziehbar, dass der Gemeinderat keine unnötigen Kapazitäten vorhalten will. Gleichzeitig muss dem „Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz" Rechnung getragen werden. Nach eingehender Beratung kam der Gemeinderat zu dem Schluss, dass das erweiterte Betreuungsangebot wohl angenommen wird, wenn auf Anfrage mitgeteilt werden kann, dass freie Plätze vorhanden sind. Insbesondere wichtig sei, dass die Qualität der Betreuung stimmt. Denn die Eltern wollen für Ihre Kinder naturgemäß immer nur das Beste. Zudem ist ein entsprechendes Platzangebot im Kindergarten für junge Familien und Ehepaare auch ein Kriterium, wenn es um die Wahl des Wohnortes bzw. Bauplatzes geht. Letztlich zeichnet sich ein Trend dahingehend ab, dass es von der Gesellschaft immer mehr akzeptiert wird, wenn Kinder wesentlich früher in den Kiga gebracht werden. Und wenn Mütter mit dem ersten Kind gute Erfahrungen gemacht haben, dann wird das zweite Kind ebenfalls gebracht. Daher bestätigte der Gemeinderat seinen Beschluss vom 11.06.2018, als er einem Anbau für eine Kleinkindgruppe im Garten bereits mehrheitlich zugestimmt hat. Damit kann dem Thema „Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz" in aller Ruhe entgegengesehen werden.

Nachdem Fragen zum vorgeschlagenen Anbau im bisherigen Garten beantwortet wur-den (barrierefreier Übergang vom bisherigen Gebäude, Fußbodenheizung, Wände in Holzständerbauweise, Außengestaltung ans bisherige Gebäude angelehnt, schallschluckende Holzdecke, Pultdach mit 7° Neigung, große Dachvorsprünge) stimmte der Gemeinderat dem Konzept zu und vergab den restlichen Teil des Auftrages für Planung und Bauleitung an die Firma Gulden.

Haushaltsplan 2019 - mögliche Investitionen

Durch den Rechnungsabschluss 2017 und die Verabschiedung des Nachtrags-HHPlanes 2018 ist der Gemeinderat über die aktuelle Finanzsituation der Gemeinde bestens informiert. Dies nutzte Bürgermeister Häse um dem Gemeinderat mögliche Investitionsmaßnahmen im Jahr 2019 vorzustellen. Obwohl so teure Maßnahmen wie der Vollausbau Weberstraße vollständig und vom Kiga-Anbau bereits 300.000 € finanziert sind und die Gemeinde nach Auflösung der Sonderrücklage Erddeponie faktisch schuldenfrei sein wird, trat er auf die „Euphoriebremse". Denn in den vergangenen 10 Jahren sprudelten die Steuereinnahmen in bisher nicht gekanntem Maße. Das bedeutet, dass der bisher sparsame und kostenbewusste Umgang des Gemeinderates mit den Steuergeldern der Bürger beibehalten werden muss und nicht jedem Wunsch nachgekommen werden kann. Denn die anstehenden Aufgaben sind „finanziell nicht ohne". Laut vorliegender Strukturplanung sei allein beim Glasfaserausbau mit Gesamtkosten von ca. 3,5 Mio. € zu rechnen. Im Bereich Feuerwehr wird innerhalb der kommenden 10 Jahre ca. eine halbe Million Euro zu investieren sein (Dach, Sanitärräume, Ersatz für das Löschfahrzeug - Baujahr 2003). Auch beim Bauhof werden für den Kubota und den Radlader wohl 250 T€ anfallen. Die Eigenkontroll-Verordnung hat Schäden am Kanalnetz offenbart, die behoben werden müssen. Wie teuer dies ist, zeigt die Weberstraße. Sicherlich wird dies mit der Sanierung weiterer Straßen (Burgstraße, Panoramaweg u. weitere) und der Verlegung von Glasfaser zusammengelegt. Doch hier werden Millionen anfallen. Ab etwa 2022 wird man sich wg. der Erschließung des nächsten Baugebietes „Lachenäcker" Ge-danken machen müssen. In diesem Zusammenhang wird das Thema Kreisverkehr auf Höhe der Baumschule Häring ein Thema werden, das ebenfalls hohe 6-stellige Beträge kosten wird. Auch die Sanierung der Heizungsanlagen im Rathaus, der Schule, dem Kiga und dem FWG-Haus dürfte nicht vergessen werden. Alle diese Anlagen stammen aus den Jahren 1987 - 1992).

Vor diesem Hintergrund präsentierte er dem Gemeinderat einen ersten groben Entwurf für die Investitionen 2019. Darin sind vorgesehen: Mittel für den Glasfaseraufbau (Über-gabepunkt zum Backbone, Mitverlegung in der Hindenburgstraße und im Gewerbegebiet, Anschluss der Weberstraße und des 2. BA Pfaffensteig III über den „Breiten Weg", Kirch-, Schiller-, Probst- und Schulstraße an den Übergabepunkt beim Kräuterlabyrinth). Damit einhergehend die Sanierung des maroden Gehweges in der Kirchstraße und die Verlängerung der Straße „In Breiten" Richtung Schöpfe, Arbeiten im FWG-Haus (Sanitärräume), die Sanierung der Schule (Dach, Fassade, innen), Sanierung im Umkleidebereich der Turnhalle, Kanalsanierungen, ein neues Kommunalfahrzeug für den Bauhof (insbesondere für den Winterdienst). Alle diese Maßnahmen sollen ohne die Aufnahme von Krediten finanziert werden - also durch den „Überschuss im laufenden Verwaltungsbetrieb", Beihilfen und eine hohe Entnahme aus der Rücklage.

Eingehend wird der Gemeinderat wohl im Dezember im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplanes über die einzelnen Maßnahmen beraten. Aus der Mitte des Gemeinderates wurde der Wunsch geäußert, einen Ansatz für eine Skateranlage mit aufzunehmen. Mittel- und langfristig sollte zudem ein Gesamtkonzept erarbeitet werden, um an allen Ortseingängen Maßnahmen gegen zu hohe Geschwindigkeiten umsetzen zu können und wegen der möglichen Einrichtung von 30-er-Zonen. Da der Zuschussantrag für die Sanierung von Kanälen in 2019 bis 30. September 2018 gestellt werden muss, sprach sich der Gemeinderat dafür aus, einen solchen für die Sanierung maroder Kanäle zu stellen.

Baugesuche

In der Balgheimer Straße soll bei einem Gebäude der Ökonomieteil zu einer Wohnung umgebaut und im Dach eine Dachgaube eingebaut werden. Dies kommt der Zielsetzung der Gemeinde mehr Wohnflächen im innerörtlichen Bereich zu schaffen entgegen. Da sich das Objekt laut Plan zudem in die umgebende Bebauung einfügt, fiel es dem Gemeinderat leicht, hier sein Einvernehmen zu erteilen.

Wegen eines geplanten Neubaus in der Schillerstraße lag eine Anfrage des künftigen Bauherrn vor. Er beabsichtigt den öff. Grünstreifen zwischen der bisherigen Grundstücksgrenze und dem vorhandenen Gehweg in der Schulstraße zu erwerben und einen bisher im Grünbereich stehenden Baum zu fällen. Da sich durch den Flächenverkauf am Verlauf des Gehweges nichts ändert, und ein sonst vom Bauhof zu pflegender Grünstreifen wegfällt, stimmte der Gemeinderat dem Wunsch zu. Auch dem Fällen des Baumes wurde zugestimmt, allerdings mit der Auflage, dass nach Fertigstellung des Gebäudes wieder mindestens ein vergleichbarer Baum neu gepflanzt wird.

Bekanntgaben und Verschiedenes

Beim Vollausbau der Weberstraße wird es zu Mehrkosten kommen. Allein durch teer-haltiges Material das gefunden wurde, werden Mehrkosten von ca. 5.300 € brutto anfal-len. Außerdem war nicht geplant, den „kreuzenden" Abwasserkanal vom Baugebiet „Unter Streichen" in Richtung Rappentorweg auszubauen und zu erneuern. Dies war jedoch unumgänglich. Zudem mussten für die Zugänge zu den Gebäuden auf der Talseite zwei provisorische Holzbrücken gebaut werden, um den Anwohnern den Zugang zu ermöglichen. Letztlich stellte sich heraus, dass die Bordsteine zwischen der Schillerstraße und der Einmündung Eugen-Bolz-Straße erneuert werden müssen. Unerfreulich ist auch, dass im Bereich der Ausbaustrecke viele Kabel und Leitungen lagen, die in keinen Plänen eingetragen waren. Dadurch verzögerte sich der Baufortschritt. Daher ist zu befürchten, dass vor dem Winter nur 2 Bauabschnitte fertig werden (max. bis Einmündung Burgstraße). Dann ginge es erst im Frühjahr 2019 ab der Einmündung Burgstr. bis über die Einmündung Schmiedeweg im 3. BA weiter.

Im Kartellstreit wegen der Rundholzvermarktung hat der BGH die Untersagungsver-fügung des Kartellamtes am 12. Juni 2018 aufgehoben. Zum 01.01.2020 soll nun eine Forstreform erfolgen. Privatwaldbesitzer sollen weiterhin unverändert vom zuständigen Revierförster betreut werden. Auch die Kommunen können weiterhin durch die staatliche Forstverwaltung betreut werden.

In der Juli-Sitzung wurde die Starkniederschlags-Risiko-Analyse in Auftrag gegeben. Aufgrund eines Hinweises durch das Ing. Breinlinger auf Überlastungspunkte im Kanalnetz hatte ein Gemeinderat gebeten zu klären, ob hier vorab Handlungsbedarf besteht. Dies wurde mit beiden Büros abgeklärt. Beide sind der Auffassung, dass zunächst die Risikoanalyse abgewartet werden soll. Sobald diese vorliegt, soll deren Ergebnis mit beiden Büros abgestimmt und entschieden werden, ob an diesen Schwachstellen im Kanalnetz Veränderungen vorzunehmen sind. Mit dieser Vorgehensweise ist auch der Gemeinderat einverstanden.

Vom RP Freiburg wurden im Bereich des Egelsees Pflegemaßnahmen veranlasst, die derzeit durchgeführt werden.

Die Lehrerversorgung durch das Land ist auch an der Grundschule Dürbheim im kommenden Schuljahr unzureichend. Es fehlen Lehrkräfte. Nur durch „kreative Lösun-gen" und dadurch, dass Lehrerinnen zum Teil nicht bezahlte Stunden erbringen, lassen sich die Probleme lösen. So müssen zum Teil im Bereich Sport und Religion „Nicht-Erfüller" eingesetzt werden - also Personen, die keine Lehrerausbildung haben, aber über entsprechende Erfahrungen z.B. durch Vereinstätigkeit verfügen. Alle Pflichtstunden können bedient werden. Es müssen auch keine ganzen Klassen zusammengelegt werden. Probleme gibt es aber im Bereich der AGs (Schulgarten, Theater, Zirkus ...). Hier wird zum Teil noch um Unterstützung durch Eltern oder interessierte Bürger geworben.

Anfragen:
GR Keller wies auf das Baugerüst vor dem Gebäude „Adler" hin. Dadurch sei es nicht mehr möglich, den Gehweg vor dem Gebäude auf der Balgheimer Straße zu benutzen. Zudem würden auf der Seite der Hauptstraße nun PKWs auf dem Gehweg geparkt.

Ferner fragte er wegen zahlreicher eingesunkener Schachtdeckel in der Hauptstraße nach. Hier werden noch in diesem Herbst Sanierungen erfolgen. Dies gilt jedoch nicht für den Bereich zwischen Turnhalle bis Uhlandstraße und Adlerkreuzung bis Silcherstraße. Wegen dieses Bereichs ist Bürgermeister Häse mit dem Straßenbauamt in Kontakt. Nachdem abgeklärt ist, dass seitens der Kanäle und Wasserleitungen keine Sanierung notwendig ist hofft er, dass die Straßenbauverwaltung im Jahr 2019 die Fahrbahndecke so erneuert, wie dies am Ortsausgang Richtung Balgheim bereits erfolgt ist.

GRin Kielack warf die Frage auf, wieso die Ehrung der Blutspender nicht im Rahmen der Jugend- u. Sportler-Ehrung erfolgt. Dem steht jedoch entgegen, dass die Gemeinde erst etwa im Mai die Urkunden und Nadeln vom DRK zugesandt bekommt. Somit sei die Ehrung im Januar des Folgejahres nicht möglich. Und damit bis Beginn des übernächs-ten Jahres zu warten, erscheint wenig sinnvoll. Daher wird es bei der jetzigen Praxis bleiben.

GR Köhler sprach an, dass die Bodendecker oberhalb des Spielfeldes im Sportplatzgelände geschnitten werden sollten.

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