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Aus dem Gemeinderat

Aus der Arbeit des Gemeinderates vom 20.01.2014

Anwesend: Amtsverweser Andreas Häse und 10 Gemeinderäte

Außerdem anwesend: Frau Schlenker und Frau Bertsch, Grundschule Dürbheim

 

Bürgerfrageviertelstunde

Von der Bürgerfrageviertelstunde wird kein Gebrauch gemacht.

 

Amtsantritt Amtsverweser

Herr Häse dankte den Gemeinderäten, dass sie ihn am 09.12.2013 einstimmig in dieses Amt gewählt haben. Zeigt dieses klare Ergebnis doch, dass er sich in den vergangenen 23 Jahren als Kämmerer offenbar das Vertrauen des GR erarbeitet habe. Darauf sei er stolz.

Sein neues Aufgabengebiet umfasst 3 Teilbereiche: Die Leitung der Verwaltung, den Vorsitz im Gemeinderat und die Vertretung der Gemeinde nach außen.

Hinsichtlich der Leitung der Verwaltung sieht er keine Probleme, da er schon seit vielen Jahren die Finanzgeschäfte der Gemeinde Dürbheim erledigt und die neuen Kolleginnen u. Kollegen bereits kennt. Diese wird er so behandeln, wie er gern selbst behandelt werden möchte - frei nach dem Leitspruch: „Was Du nicht willst, was man Dir tue, das füg´ auch keinem anderen zu."

Hinsichtlich der für ihn neuen Bereiche (Ortspolizei, Bausachen ...) ist er gern bereit Neues dazu zu lernen und sich dieser Herausforderung zu stellen.

Die Verwaltung sieht er als Dienstleistungsbetrieb. „Wir sind für die Bürger da - nicht umgekehrt." Doch wird sich die Verwaltung stets an die rechtlichen Vorgaben halten.

Beim Vorsitz im Gemeinderat, dem Hauptorgan einer Gemeinde, sieht er seine Aufgabe darin, die Gemeinderäte möglichst knapp und dennoch objektiv und präzise über die Sachverhalte zu informieren, die vom ihnen zu entscheiden sind.

Hier möchte er durch entsprechende Sitzungsvorlagen, aber auch durch offene, kooperative und vermittelnde Sitzungsleitung den Vertrauensvorschuss, den er im Gremium genießt, nicht nur wahren, sondern weiter ausbauen.

Im Mittelpunkt sollte immer die Sache stehen. Dies gilt nicht nur für die Arbeit im und mit dem Gemeinderat, sondern natürlich auch für die Arbeit im Rathaus und ebenso für den Umgang mit Bürgern, Vereinen und Firmen.

Hinsichtlich der Vertretung der Gemeinde nach außen wies er darauf hin, dass er es nicht anstrebt, im Mittelpunkt zu stehen. Gleichwohl sei ihm bewusst, dass die Vertretung der Gemeinde nach außen zu den Aufgaben eines Bürgermeisters gehört. Und daher werde er sich auch dieser Herausforderung stellen.

Wenn er von Vereinen, Gruppen, Einzelpersonen oder Firmen gebraucht wird, dann wird er da sein. Er werde z.B. zu Hauptversammlungen gehen und außergewöhnliche Veranstaltungen besuchen, wenn dies gewünscht wird und zeitlich machbar sei. Aber er bat auch um Verständnis, dass er nicht bei jeder Vereinsveranstaltung dabei sein kann. Wenn dies nicht möglich ist, werde er einen der Bürgermeister-Stellver-treter bitten, die Veranstaltung zu besuchen. Denn ihm sei bewusst, dass die Vereine für die örtliche Gemeinschaft von großer Bedeutung sind, sie durch ihr Wirken das „Wir-Gefühl" im Ort stärken - und das müsse gewürdigt werden. Ausdrücklich betonte er - und dies nicht nur im Hinblick auf die Vereine, sondern auch hinsichtlich aller Firmen u. Privatpersonen - dass er für jeden, der ein Anliegen hat, ein offenes Ohr haben wird.

Er will von Anfang an keine falschen Erwartungen wecken. Aber eines versprach er den Gemeinderäten: er werde seine Arbeit im Rathaus sauber erledigen und immer versuchen eine für die Gemeinde optimale Lösung zu finden.

Er sei stolz, das Amt ausführen zu dürfen und sehe dieses Amt nicht als „Job", sondern als „Aufgabe". Er wolle durch ehrliche Arbeit überzeugen und sein Ziel sei es, dass am Ende seiner Tätigkeit möglichst viele in Dürbheim sagen werden: „Schade, dass der Häse aufhört, der hat seine Sache gut gemacht."

 

Beschlussfassung Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2014

Der Haushaltsplan 2014 wurde allen Gemeinderäten mit der Einladung zugesandt. Nachdem der Gemeinderat in der Gemeinderatssitzung vom 18.11.2013 den Entwurf des Haushaltsplanes beraten hat und die dort vorgebrachten Änderungswünsche eingearbeitet wurden, beschloss der Gemeinderat einstimmig die Haushaltssatzung 2014. Diese wird bekanntgemacht, sobald die Bestätigung der Gesetzmäßigkeit vom Landratsamt vorliegt.

 

Vergabe Wasserleitungsinstallation Lehr-, Silcherstraße (östlicher Teil) und „Hinter dem Dorf" (Ringschluss)

In der GR-Sitzung vom 18.11.2013 wurden die Tiefbauarbeiten für die drei o.g. Teilbereiche für 369.583,60 € (brutto) an die Firma Walter Straßenbau KG, Trossingen vergeben.

Das Ingenieur Breinlinger hat danach auch die Installationsarbeiten für die Wasserleitungen in den drei o.g. Straßen ausgeschrieben. Das Ergebnis der Submission vom 10.12.2013 war der Sitzungsvorlage beigefügt.
Das günstigste Angebot lag um 4,5% unter dem Angebot des Konkurrenten und auch unter der Kostenberechnung des Ing.Büros (35.900 €).

Der Empfehlung des Ingenieur-Büros folgend beschloss der Gemeinderat einstimmig die Wasserleitungsinstallation für die Lehr-, Silcherstraße (östlicher Teil) und „Hinter dem Dorf" (Ringschluss) an den günstigsten Bieter, die Firma Heinrich Rack, Flatzstraße 30, 78603 Renquishausen zur Angebotssumme von brutto 28.296,71 € zu vergeben.

 

Antrag auf Zuschüsse  für Nutzer der Musikschule Trossingen

Drei Dürbheimer Mütter besuchen mit ihren 14 bis 18 Monate alten Kleinkindern ein Kursangebot der Musikschule Trossingen „Kinder zur Musik - Musikgarten" (für Kleinkinder bis 3 Jahre). Bei ihrem Antrag auf Gewährung eines Zuschusses verwiesen sie auf die Praxis in Nachbargemeinden.

Bereits in den Jahren 1991, 2005 und 2010 hatte sich der Gemeinderat mit vergleichbaren Anträgen befasst und diese jeweils abgelehnt.

In Dürbheim bietet der Musikverein Musikunterricht für Kinder ab 10 Jahren an. Ferner findet im Kindergarten für Kinder ab 5 Jahren eine frühmusikalische Erziehung statt. Diese wird durch die Musikschule Trossingen durchgeführt (jeden Freitag je 1 Stunde für die 5- und 1 Stunde für die 6-Jährigen).

Der Gemeinderat beschloss einstimmig an der bisherigen Regelung festzuhalten und keine Zuschüsse für die Teilnahme am Musikunterricht zu gewähren. Gleichzeitig begrüßt er es, wenn Eltern ihren Kindern eine frühmusikalische Erziehung anbieten. Angesichts der enormen finanziellen Belastung durch die neu geschaffene U3-Betreuung im Kindergarten ist die Gemeinde jedoch finanziell nicht in der Lage sich hieran zu beteiligen.

 

Grundschule Dürbheim
Beratung von Alternativen zur Bewältigung der steigenden Schülerzahlen

Frau Schlenker und Herr Häse berichten über den aktuellen Stand:

Im Schulgebäude gibt es 8 Klassenzimmer. Der Unterricht findet derzeit in 7 Klassen statt, in denen die 9 hörgeschädigten Kinder mit integriert sind. Die hörgeschädigten Kinder nutzen einen weiteren Raum als „Rückzugsraum". Somit ist die Raumkapazität bereits heute erschöpft. Aufgrund der Geburtenzahlen in Balgheim und Dürbheim ist davon auszugehen, dass die Schülerzahl bis zum Schuljahr 2018/19 auf 144 Kinder ansteigen wird. Bereits zum Schuljahr 2015/16 wird ein Klassenzimmer fehlen.

Darüber hinaus sieht die Schulleitung weiteren Raumbedarf für:  

-       einen weiteren, kleineren Unterrichtsraum (um zeitweise einen Teil der Eingangsstufe (ca. 20 Kinder) in zwei Kleingruppen unterrichten zu können). Die Raumakustik müsste auch für die hörgeschädigten Kinder geeignet sein.

-       Elterngespräche, die nicht alle auf den Nachmittag gelegt werden können,

-       die „Mittagsbetreuung", die derzeit für bis zu 28 Kinder in einem Raum im 1. OG des Rathauses (über den Räumen der Verwaltung) stattfindet. Hierdurch ist kein Erholungseffekt für die Kinder gegeben, teilweise erhöht sich sogar das Aggressionspotenzial. Zudem ist die Lärmbelästigung für die Verwaltung erheblich. Zusätzlich zu dem Raum fürs Essen sollte es kleinere Räume für die eigentliche Mittagsbetreuung (Spielen, Ruhe, Lesen ...) geben.

-       Vorbereitungsräume für Lehrer. Da künftig vermehrt Nachmittagsbetreuung angeboten werden muss (immer mehr Kinder, die dies vom Kindergarten her gewohnt sind, werden in die Schule kommen), werden die Lehrer länger „vor Ort" an der Schule sein - und müssen sich dort vorbereiten können.

Wie lange die Schülerzahl auf dem hohen Niveau verharren wird, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Aufgrund der landesweiten Entwicklung ist allerdings zu erwarten, dass „in einigen Jahren" die Schülerzahl wohl wieder auf das frühere Niveau (voraussichtlich 90 - 120 Schüler) sinken wird.

Dem Gemeinderat wurde ferner dargelegt, was seitens der Schulleitung und Verwaltung seit Oktober 2013 unternommen wurde:

Bei einer Ganztagesschule findet vermehrt auch an Nachmittagen Unterricht statt - also nicht nur „Betreuungsangebote". Dies kann als Nachteil für Kinder gesehen werden, die NICHT an den Betreuungsangeboten teilnehmen. Zudem wäre dringend davon abzuraten, Kinder, die nicht an der Ganztagesbetreuung teilnehmen zu einzelnen Kursangeboten zuzulassen. Grund: die Teilnahme der „Ganztages-Kinder" wäre kostenlos. Für die Teilnahme der „Freiwilligen" müssten die Eltern bezahlen. Das lässt sich nicht vermitteln und hat sich andernorts nicht bewährt.

Anschließend stellte Herr Häse die Alternativen dar, die derzeit gesehen werden:

  1. OHNE zusätzliche Räume ist ab Schuljahr 2015/16 kein den Vorgaben entsprechender Unterricht mehr möglich.
  2. Ausbau Probststraße 5 - Schaffung von Unterrichts- u. Betreuungsräumen, insbesondere für Mittagessen, ggf. Vorbereitungsräume für Lehrer im DG.
  3. Ausbau der Bühne im DG der Schule und ein Ausbau von mehreren Räumen im 1. OG des Rathauses.
  4. Das Aufstellen von Unterrichts-Containern über die Dauer von mehreren Jahren erscheint keine echte Alternative zu sein. Die Kosten sind hoch, das Risiko des Wiederverkaufswertes der Container kaum zu kalkulieren.

Finanziell interessant sei für die Gemeinde die Umwandlung in eine Ganztages-schule, da die Gemeinde dann neben Zuschüssen aus dem Ausgleichstock auch noch eine Fachförderung bekommen könnte. Allerdings sei mit dieser Umwandlung auch mehr Nachmittagsunterricht für alle Kinder verbunden.

Frau Schlenker befürchtet, dass die Raumkapazität des Gebäudes Probststraße nicht ausreichen würde.

Bei der Ganztagsschule würden hohe Kosten anfallen, vor allem in Bezug auf das Personal für die Mittagsbetreuung. Diese Kosten wären von der Gemeinde zu tragen. Ebenfalls würde die Turn- und Festhalle stärker genutzt werden. Zusätzlich wäre die Sperrung der Probststraße im Bereich der Schule notwendig.

Man könne auch alles wie bisher belassen, dann würde nur ein Raum notwendig, der eventuell auf der Bühne des Schulhauses eingerichtet werden könnte

Gemeinderätin Ilona Dittes begrüßte den Vorschlag der Verwaltungvom Bauamt der VG Vorschläge erarbeiten zu lassen.

Gemeinderat Reiner Dreher berichtete, dass das Gebäude Probststr 5 eigentlich ein Rohbau ist, ein Ausbau würde sehr teuer werden. Besser fände er, das Dach der Schule auszubauen, zumal dort dringend eine Dachisolierung nötig sei. Zu diesem Vorschlag erklärte Herr Häse, dass dann wahrscheinlich ein weiterer Fluchtweg benötigt wird.

Gemeinderat Alfons Zepf war der Meinung, dass die Probststraße von außen schon sehr aufwändig gerichtet wurde und das Gebäude auch eine Nutzung bekommen soll. Er würde auf die Fachförderung verzichten, im 1. Stockwerk Klassenzimmer und im Dachgeschoss Räume für die Betreuung einrichten. Eine Straßensperrung hält er für möglich.

Gemeinderat Günter Brugger fragte nach der Nutzung des Gemeinschaftsraumes, dieser werde nur wenig genutzt. Frau Bertsch von der Grundschule entgegnete, dass das Überqueren der Hauptstraße immer ein gefährliches Unterfangen ist.

Bürgermeisterstellvertreter Anton Keller fand es richtig, die Probststr. 5 zu nutzen. Die Lage ist ideal. Auch die Nähe zum Kindergarten, mit dem die Schule eine Kooperation bildet, spricht für das Gebäude Probststr. 5. Er äußerte Bedenken, wie sich die Ganztagsschulen entwickeln werden. Deshalb wünschte er keine große Lösung.

Gemeinderat Anton Zepf sprach den Jugendraum in der Schule an. Dieser könnte eventuell als Klassenraum ausgebaut werden. Gemeinderätin Ilona Dittes erklärte, dass in diesem Falle zunächst geklärt werden müsse, wo ein neuer Jugendraum eingerichtet werden kann, denn ein solcher müsse im Ort erhalten bleiben.

Herr Häse hat den Keller in der Schule bereits besichtigt. Er hat Bedenken diesen Raum für schulische Zwecke nutzen zu wollen. Auch Frau Schlenker findet diese Lösung nicht geeignet, da vor allem auch die Akustik im Keller sehr schlecht ist.

Bürgermeisterstellvertreter Anton Keller sieht beim Umbau des Jugendraumes und der Verlagerung des Jugendraums in das ehemalige Voba-Gebäude hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen. Dieses Geld könnte auch in den Umbau Probststr. 5 einfließen.

Gemeinderat Franz Staiger fand vor allem die kurzen Wege von Schulhaus zu Probststraße 5 als großen Vorteil.

Der Gemeinderat folgte hinsichtlich des weiteren Vorgehens dem Vorschlag der Verwaltung und fasste folgenden Beschluss:

Das Bauamt soll in Absprache mit Frau Schlenker Pläne für den Ausbau des Gebäudes Probststr. 5, aber auch für den Ausbau der Bühne im Schulhaus und im 1. OG des Rathauses erarbeiten und die voraussichtlichen Kosten ermitteln. Über das Ergebnis ist im GR zu berichten.

 

Gemeindewald - Wechsel zur Regelbesteuerung

Herr Häse informierte darüber, dass sowohl die Forstverwaltung, als auch die Kommunen völlig davon überrascht wurden, dass ab 01.01.2014 auf die Leistungen des Forstamtes im Gemeindewald (Forstverwaltungskostenbeitrag) Umsatzsteuer erhoben wird. Das zuständige Ministerium hat die Forstverwaltungen erst mit Schreiben vom 27.11.2013 hierüber informiert. Zu diesem Zeitpunkt waren die Forstwirtschaftspläne längst erstellt.

Die Gemeinden haben im Bereich des Gemeindewaldes die Wahlmöglichkeit, ob sie wie ein Unternehmer behandelt werden wollen (Vorsteuerabzug), oder ob hier eine Pauschalbesteuerung erfolgen soll. Bisher galt letzteres. Berechnungen der VG Spaichingen ergaben, dass - unter Berücksichtigung der USt-Pflicht auf den Forstverwaltungskostenbeitrag - eine Umstellung zur Regelbesteuerung für die Gemeinde von Vorteil wäre (2012 = 262,41 € / 2014 = ca. 4.850 €). Bei einer Umstellung wäre die Gemeinde allerdings 5 Jahre lang (2014 - 2018) hieran gebunden.

Die Regelbesteuerung „lohnt sich" insbesondere wenn keine eigenen Waldarbeiter (kein VSt) eingesetzt, sondern die Arbeiten durch Fremdfirmen (weisen VSt aus) durchgeführt werden und bei Investitionen.

Auf Anfrage von Gemeinderat Günter Brugger wurde bestätigt, dass Holzverkäufe an Gewerbe mit 19 % besteuert werden.

Daraufhin beschloss der Gemeinderat einstimmig für den Bereich des Gemeindewaldes ab dem 01.01.2014 den Wechsel zur Regelbesteuerung.

 

Schaffung von Betreuungsplätzen für Demenzkranke durch die Sozialstation der VG Spaichingen

Erneut musste der Gemeinderat über diesen Punkt beraten. Erst am 09.12.2013 hatte der GR dem Beschlussvorschlag der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Sozialstation Spaichingen-Heuberg vom 26.11.2013 zugestimmt. Danach war zu entscheiden, ob grundsätzlich der Schaffung solcher Betreuungsplätze zugestimmt wird. Die Standortfrage war kein Thema dieses Beschlusses.

Völlig überraschend wurde in der nächsten außerordentlichen Mitgliederversammlung der Sozialstation am 18.12.2013 die Standortfrage thematisierte. Ein Teil der vertretenen Gemeinden drängte die anderen dadurch in die Enge, dass die Sozialstation die zusätzlichen Plätze „auf dem Heuberg" schaffen soll oder gar nicht in diesen Bereich einsteigt. Dieser Sinneswandel einiger Mitgliedsgemeinden ist zum Teil nachvollziehbar, da sich von 34 vorhandenen Betreuungsplätzen im Einzugsgebiet der Sozialstation bereits 29 im Verwaltungsraum Spaichingen befinden. Dennoch widersprach diese Forderung den Vorgaben des 1. Beschlusses. So ist es auch zu erklären, dass sich die Vertreter der Gemeinde Dürbheim bei der Beschlussfassung der Stimme enthielten. Dies geschah auch vor dem Hintergrund, dass künftig von einer ansteigenden Zahl Demenzkranker auszugehen ist. Im Interesse dieser Personen und deren Angehöriger sollte alles getan werden, damit hier Unterstützung geleistet werden kann.

Gemeinderätin Ilona Dittes kritisierte, dass entgegen der ursprünglichen Beschlusslage der Mitgliederversammlung in der zweiten Sitzung nun doch über Standortfragen Beschluss gefasst wurde.

Bürgermeisterstellvertreter Anton Keller berichtete kurz über die Mitgliederver-sammlung. Gemeinderätin Kathrin Müller-Licht fühlte sich erpresst. Beide wiesen nochmals auf die Problematik hin. Wenn man jetzt aber dagegen stimme, dann hat das Projekt überhaupt keine Chance. Da das Projekt grundsätzlich gut ist, sollte man dennoch zustimmen, auch wenn es im Moment nur auf dem Heuberg verwirklicht werden soll.

Der Gemeinderat beschloss mit 6 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 3 Enthaltungen nachfolgende Punkte:

1. Der Einrichtung einer Tagespflegeeinrichtung für demenziell
    Erkrankte wird zugestimmt. Da von 34 vorhandenen
    Tagespflegeplätzen im Einzugsbereich der Sozialstation
    Spaichingen-Heuberg bereits 29 im Verwaltungsraum
    Spaichingen vorhanden sind, werden weitere Plätze zunächst auf
    dem Heuberg geschaffen.

2. Einer Satzungsänderung zur Einrichtung von
    Tagespflegeeinrichtungen wird im     Grundsatz zugestimmt.

3. Soweit das Geschäftsmodell erfolgreich umgesetzt werden kann,
    wird bei entsprechendem Bedarf und auf Wunsch der
    Talgemeinden eine vergleichbare Tagesbetreuung in einer
    Talgemeinde angestrebt.

4. Die Mitgliederversammlung bekräftigt, dass es ihr wichtig ist,
    dass die Kooperationspartner durch die Einrichtung in ihren
    Aufgaben und ihren Betätigungsfeldern nicht benachteiligt
    werden. Eine Zusammenarbeit mit weiteren örtlichen Anbietern in
    den Mitgliedsgemeinden wird begrüßt. Die Sozialstation ist auch
    bereit, die Unterstützung von in Mitgliedsgemeinden geplanten
    Projekten zu überprüfen.

 

Anschaffung eines Defibrillators für die Turn- und Festhalle

Nach einem tragischen Zwischenfall bei einer Veranstaltung des TTFC in der Turnhalle hat der Verein bei der Gemeinde die Beschaffung eines Defibrillators beantragt. Die örtlichen Vereine haben sich bereiterklärt, sich mit 1.000 € an den Anschaffungskosten zu beteiligen.

Gemeinderat Anton Keller berichtete, dass er an einer Schulung für den Einsatz eines Defibrillators teilgenommen hat. Die Handhabung ist sehr einfach. Bei einem schnellen Einsatz kann bei Herzflimmern, Herzstillstand etc. der Herzschlag wieder aktiviert werden. Roland Mattes von der DRK Ortsgruppe Dürbheim ist bereit eine Einführung vorzunehmen. Vom DRK und Hausmeister müsse noch geklärt werden, wo das Gerät in der Turnhalle installiert wird.

Anschließend beschloss der Gemeinderat einstimmig die Anschaffung des Defibrillators der Firma Metrax zum Preis von 1.917,09 € sowie des Wandkastens für 296,31 €. Außerdem bedankte er sich bei den Vereinen für den Zuschuss i.H.v. 1.000 €.

 

Bausachen

Der Gemeinderat erteilte dem Bauvorhaben für einen Anbau an ein bestehendes Wohnhaus in der Schillerstraße 15 einstimmig sein Einvernehmen, da es sich nach Art und Maß in die vorhandene Bebauung einfügt.

 

Annahme von Spende

Der Gemeinderat beschloss die Annahme einer Spende des Verlages „Nussbaum Medien Rottweil GmbH & Crude oil. KG, Durschstraße 70, 78628 Rottweil" i.H.v. 50,00 € an die Gemeinde. Der Betrag wird für Zwecke des Kindergartens eingesetzt.

 

Verschiedenes/Bekanntgabe

Herr Häse informierte den Gemeinderat :

a) Mit der Versicherung (WGV) wurde hinsichtlich des Hagelschadens an der Grundschul-Fassade vom 26.05.2009 Einigung erzielt. Obwohl die Reparaturarbeiten an der Fassade erst im Rahmen der Generalsanierung der Fassade erfolgen werden, ist der WGV bereit Schadenersatz i.H.v. 4.170,27 € zu leisten. Dieser Betrag ist zwischenzeitlich bereits eingegangen.

b) Der Auftrag für die Pflege der „Familien-Urnen-Gräber" auf dem Friedhof wurde an die Baumschule Häring vergeben. Für die komplette Pflege incl. bedarfsgemäßen Gießens beträgt der jährliche Aufwand 769,69 €. Eine gleichwertige Erledigung durch den Bauhof würde höhere Kosten verursachen. Daher wurde der Auftrag an die Baumschule Häring vergeben.

c) Mit Schreiben vom 02.12.2013 wurde vom Landratsamt mitgeteilt, dass die Gemeinde im Jahr 2014 voraussichtlich 2 Asylbewerber unterbringen muss. Die Möglichkeit hierzu besteht im 1. OG des Gebäudes „Hauptstraße 23". Allerdings müssen die Räume zuvor hergerichtet werden. Da das Landratsamt diese Kosten übernehmen wird, werden die Arbeiten in Abstimmung mit dem Landratsamt durchgeführt werden, sobald bekannt ist, wann die Personen kommen werden. Auch die laufenden Betriebskosten werden vom Landratsamt erstattet.

 

Anfragen

Gemeinderat Alfons Zepf wies auf die ausgefallene Beleuchtung des Parkplatzes beim Gemeindehaus St. Maria hin. Der Elektriker ist mit der Reparatur beauftragt. Gleichzeitig soll er prüfen, ob die 3 Leuchten an die sonstige Straßenbeleuchtung angehängt werden können, was dies kostet und was der Austausch der Leuchtmittel kosten würde.


 

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