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Aus dem Gemeinderat

Aus der Arbeit des Gemeinderates vom 08.06.2010

Bürgerfrageviertelstunde

Von der Bürgerfrageviertelstunde wurde kein Gebrauch gemacht

Friedhof Dürbheim - Gestaltung, Bestattungsformen, Grabpflege

Zu diesem Beratungspunkt, der auf Antrag der Gemeinderäte „Freie Wähler" auf die Tagesordnung genommen wurde, stellte Gemeinderat Anton Keller eine umfangreiche und ausführliche Präsentation vor. Innerhalb dieser Präsentation wurde der Ist-Zustand beleuchtet und ein Ausblick auf zukünftig Gestaltungs- und Belegungsformen gegeben. So soll im in diesem Jahr noch abzuräumenden Grabfeld ein Bereich für Erdbestattung und ein Bereich für Urnenbestattungen in Einzelgräbern und in einem Urnenhain ausgewiesen werden. Gemeinderat Anton Zepf hatte hierzu in den vorhandenen Bestandsplan Ideen auf skizziert. Im Bereich der Sargbestattungsgräber soll wie bisher (derzeit gültiger Gemeinderatsbeschluss) die Ausrichtung der Gräber und die Anlage mit Splitwegen beibehalten werden. Die separaten Urnengräber könnten bis zu vier Urnen aufnehmen, die Röhren unter den Stelen im Urnenhain könnten je nach Anlage und Ausführung bis zu drei Urnen aufnehmen.
Gemeinderäte der Freien Wähler hatten im Vorfeld den Friedhof in Fridingen besucht, auf dem neben anderen Bestattungsformen auch ein Urnenhain angelegt wurde. In Fridingen wurde dieser Urnenhain in runden Formen angelegt, in Dürbheim soll diese Planung, soweit sie eine Mehrheit im Gemeinderat finden würde an die bisherige Gestaltung in quadratischen Formen angelegt werden. Anhand von Bildbeispielen wurden auch die im Urnenhain Verwendung findenden Stelenformen vorgestellt. Als ergänzende Planungen und Ideen stellte Gemeinderat Keller eine Kreuzwegstation in Stelenform entlang des Weges zur Leichenhalle vor. Nachdem es in der Vergangenheit bei Beerdigungen im Regen oder bei starker Sonnen-einstrahlung immer wieder zu Beeinträchtigungen der Trauergäste gekommen ist, wurde vor dem Haupteingang eine Überdachung ggf. mit Sonnenschutz angeregt.

Hinsichtlich der vorliegenden Planunterlagen verwiesen die Gemeinderäte, die in die Planungen zur Tagesordnung involviert waren, dass nur ein Bestandplan des Ist-Zustandes vorgelegen hatte und kein Bestandsplan der zukünftigen Planung. Da diese Pläne nur in nicht kopierbarer Größe im Rathaus vorliegen, wurden diese Planunterlagen in die Sitzung beigeholt.

Gemeinderat Dreher zeigte sich etwas verwundert über die Planungen und verwies auf die langen, umfangreichen Beratungen zum Thema Friedhof, Gestaltung und Bestattungsformen insbesondere im Jahr 2003 und die daraus resultierende, heute gültige Beschlussfassung des Gemeinderates. Auch Gemeinderat Alfons Zepf verwies auf die Planungen und Beschlussfassungen aus dieser Zeit und verwies darauf, dass man sich bei den damaligen Beratungen einig gewesen sei, Sarg- und Urnenbestattungen in der Reihenfolge des Versterbens nacheinander in Reihe vorzunehmen. Aus der Mitte der Gemeinderäte der Freien Wähler wurde auf das geänderte Bestattungsverhalten und die sich verändernden Wünsche der alten Menschen in Dürbheim aber auch deren Angehörigen hingewiesen. Winfried Kapp, der als Bürger Rederecht erhielt verwies darauf, dass die Gemeinde der Bevölkerung nicht vorschreiben sollte,  wie die Bestattung der Angehörigen zu erfolgen habe. Er berichtete auch von sich wandelnden Bestattungsformen, so haben in umliegenden Gemeinden und auch in Spaichingen die Urnenbestattungen stark zugenommen. Diesen Veränderungen müsse man Rechnung tragen. Er plädierte auch dafür, dass Grundkonzept der quadratischen Anlage der Gräberquartiere beizubehalten.

Diakon Dr. Engelbert Paulus berichtete dem Gremium über die Anlage eines Urnenhains mit Belegung biologisch hergestellter und im Erdreich schnell abbaubarer Urnen. Auch die Vielfältigkeit der Materialien für die Herstellung der Stelen hob Dr. Paulus vor. Auch er verwies auf die sich verändernden Gewohnheiten bei den Bestattungen von Einzelgräbern über Mehrfachbelegungen eines Grabes mit Urnen bis hin zu anonymen Bestattungen auf Friedhöfen und in Friedwäldern. Er betonte, dass man auf die Wünsche der Menschen im Ort eingehen sollte, um ein „Abwandern" bei den Bestattungen in andere Orte zu vermeiden.

Gemeinderat Günter Brugger sah bei der Planung des Friedhofes in zwei Bereichen eine Clusterbildung der Bestattungsformen, dies wollte man mit dem 2003 gefassten Beschluss aufbrechen bzw. vermeiden. Gemeinderat Staiger betonte die Notwendigkeit, die Bevölkerung in die Ideen mit einzubeziehen und mitentscheiden zu lassen. Auch die Gemeinderätinnen Dittes und Licht betonten die Notwendigkeit, aufgrund der sich verändernden Bestattungsgewohnheiten die Bürger mit einzubeziehen. Gemeinderat Keller regte zum Thema Friedhof eine Bürgerversammlung an. Hierüber war sich das Gremium gruppenübergreifend einig. Diskutiert wurde jedoch die Vorgehensweise in den Beschlussfassungen, die eine Aufhebung des bisher gültigen Beschlusses zur Folge hätte. Hier verwies der Vorsitzende darauf, dass man Beschlussfassung nicht immer wieder kurzfristig ändern könne.

Äußerst angesäuert reagierten die Räte der Freien Wähler auf einen Einwand des Vorsitzenden, die Unterlagen zu beantragten Sitzungen  so zu erstellen, dass allen Räten zur gleichen Zeit die gleichen Informationen zur Verfügung stehen. Insbesondere wurde die vom Vorsitzenden verwandte Wortwahl der „Waffengleichheit" scharf kritisiert. Gemeinderat Keller konterte die Aussagen des Vorsitzenden, dass die Vorgehensweise so mit der Verwaltung abgesprochen gewesen sei.

Man einigte sich im  Rat darauf, dass allen Gemeinderäten die von Gemeinderat Keller vorgestellte Präsentation in Papierform zur Verfügung gestellt wird. Alle Gemeinderäte machen sich nochmals Gedanken über die vorgestellten Planungen und werden auf Grundlage dieses Papieres nochmals über die Vorgehensweise in weiteren Sitzungen beraten und eine Bürgerversammlung, die unter anderem dann das Thema Friedhof zum Inhalt hat vorzubereiten.

Vertragsangebot für die sicherheitstechnische und arbeitstechnische Betreuung sowie Prüfung der Spielplätze

Dieser Beratungspunkt stand bereits in der vorhergehenden Sitzung auf der Tagesordnung. Die Gemeinderäte hatten sich noch weitere Informationen zum Anbieter, dessen Qualifikation sowie Referenzen gewünscht. Die Verwaltung hat in der Sitzung die angeforderten Unterlagen der Firma ask - Arbeitsschutz Kaufmann vorgelegt und die Referenzen benannt. Ohne weiteren Beratungsbedarf hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, den bisher mit dem TÜV geschlossenen Vertrag zum 30.06.2010 auf 31.12.2010 zu kündigen und ab 01.01.2011 einen entsprechenden Vertrag mit der Firma ask - Arbeitsschutz Kaufmann abzuschließen.

Bausachen

Es lagen keine Bausachen vor.

Bekanntgaben

Der Vorsitzende informierte das Gremium über die Regionalplanfortschreibung „Einzelhandelsgroßprojekte" zu der die Gemeinde Dürbheim als Träger öffentlicher Belange gehört wird. Der Vorsitzende verweist darauf, dass eine ggf. notwendige Stellungnahme auch über die VG Spaichingen erfolgen wird.

Keine Einwände erhoben die Gemeinderäte beim Wunsch des Vorsitzenden, die letzte Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause um eine Woche, auf den 13.07.2010 vorzuziehen. Grund hierfür sind die Vergaben für die Sanierung der WC Anlagen in der Grundschule und für die Errichtung eines Feldweges von der Burghalde in Richtung Hirnbühl.

Vor Beginn der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat den Energiepark auf dem Hohrain besichtigen und sich über den Fortgang und dem Stand der Arbeiten informieren. Im September ist eine öffentliche Einweihung des Energieparks geplant.

 

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